Ein begeistertes Publikum genoss den klangvollen Abend
Traditionelles Musikantentreffen fand viel Beifall

Die Kirchenreinbacher Spitzboum mit ihren drei Moilan.
Kultur
Etzelwang
01.12.2016
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Die Kirchenreinbacher Spitzboum laden im Herbst alle Freunde der Unterhaltungsmusik zu einem Musikantentreffen ein. Dieses Vorhaben lockt alljährlich viele Gäste an. So hieß es auch heuer wieder: Das Wirtshaus ist voll.

Kirchenreinbach. (ds) Im Saal des Gasthauses Dorn blieb keine Sitzgelegenheit leer, als die verschiedenen Musikanten ihr buntes Programm eröffneten. Überlieferte bodenständige Volksmusik erklang bei Landler, Schottisch, Dreher, bei Märschen und bei Bairischen, gelegentlich um Gesang ergänzt. Die weiteste Anreise hatten Gäste aus dem Allgäu, Musiker, die mit den Kirchenreinbacher Spitzboum seit Jahren in Freundschaft verbunden sind. Organisator Marco Brunner und seine Kapelle, in deren Besetzung der weibliche Anteil mit zwei Klarinettistinnen und Anna Renner am Schlagzeug der Gleichberechtigung immer mehr Rechnung trägt, eröffneten den Abend.

Die Rentnerband


Aus Schlicht kam die Rentnerband, die mit ihrem ausgewogenen Klang aufhorchen ließ. Sie stellte unter Beweis, dass die Musik jung hält, denn die beiden Ältesten dieser Formation sind 81 und 82 Jahre und spielten Akkordeon und Bass-Tuba. Der Pesold-Opa und sein Enkel Kilian erfreuten die Zuhörer mit ihrem Quetschn-Duett. Mit zarten Tönen auf der Violine bereicherten die Hirschbacher Musikanten das Klangerlebnis.

Zu Hoffnungen auf den Erhalt der Volkstumpflege in der Musik berechtigten die jungen Musikanten, die Diggenbauernmoila, die Klausner Boum und Kilian Guttenberger. Sie beherrschten ihre Instrumente, Klarinette, Schlagzeug, Akkordeon und Gitarre perfekt und konnten mühelos mit den älteren Musikern mithalten. Manche Musikanten traten nicht nur in ihren Gruppen auf, sondern zeigten ihre Klasse, indem sie auch bei anderen Formationen mitspielten. Zu einem besonderen Highlight gediehen die Blecherne Saitn. Deren Mundartgesang zu Zither und Gitarre sorgten für humoristische Einlagen.

Bigband-Sound


Wenn Franz Gericke nicht gerade mit seiner Frau Gstanzl sang oder als "weißer Satchmo" die unverwechselbare Stimme dieser amerikanischen Jazzlegende imitierte, begleitete er mit seiner Bass-Tuba die beiden Saiteninstrumente Zither und Gitarre. Die letzte Stunde dieses unterhaltsamen Abends war dem Bigband-Sound gewidmet. Sämtliche Musikanten spielten unter Leitung von Marco Brunner Märsche und beliebte Evergreens der Volksmusik und brachten damit nicht nur die Zuhörer in Wallung, sondern auch den Saal zum Zittern angesichts der Klangfülle von knapp 30 Instrumenten. Marco Brunner dankte abschließend allen Mitwirkenden, den Gästen und dem Personal vom Gasthaus Dorn und stellte auch für das nächste Jahr eine Neuauflage des Musikantentreffens in Aussicht.
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