Weihnachtliches in Etzelwang
Raus aus der Hektik des Alltags

Der Gesangverein Etzelwang trat unter der Leitung von Dirigent Marco Brunner als Veranstalter auf. Unterstützt wurde er vom Kirchenchor Etzelwang - in dieser Szene bei "Kleiner Trommeljunge". Bild: ds
Kultur
Etzelwang
18.12.2015
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Mit Instrumenten und Gesang auf Weihnachten einstimmen - das ist in vielen Orten üblich. In Etzelwang funktioniert das beim Adventssingen generationenübergreifend.

Etzelwang. (ds) Jung und Alt gelang es in der St.-Nikolauskirche, Vorfreude auf das bevorstehende Fest zu bereiten. Chöre und Solisten aus dem Gemeindebereich sowie die Milchbanklmusi boten ein abwechslungsreiches Programm an Advents- und Weihnachtsliedern. Alle Mitwirkenden regten die Zuhörer beim Schlusslied zum Mitsingen an.

Die Vorträge spannten einen Bogen von Kompositionen aus dem Barock bis zur Gegenwart. Die Chöre erfreuten mit diszipliniertem Einsatz, deutlicher Aussprache und dynamischen Differenzierungen. Nach der Aufforderung "Macht hoch die Tür" vom Posaunenchor Kirchenreinbach (Leitung Claudia Vogel) erhob der Veranstalter, der Gesangverein Etzelwang, mit Dirigent Marco Brunner den Wunsch "Kommt und singt zur Weihnacht" und verwies in einem weiteren Vortrag auf die Engel als Verkünder der Geburt Jesu.

Stargeiger in der U-Bahn


Die Beobachtung, wie vielen Menschen durch die alltägliche Hektik Beschauliches entgeht, schilderte Pfarrer Markus Vedder mit einem Bericht über die Aktion des Stargeigers Joshua Bell, der in einer Washingtoner U-Bahnstation unerkannt mit einer 3,5 Millionen Euro wertvollen Violine als Straßenmusiker aufspielte, um zu beobachten, wie viele Menschen sich innerhalb der 45 Minuten im Berufsverkehr Zeit nehmen, den Klängen von Johann Sebastian Bachs Musik zu lauschen. Die Anzahl war laut Vedder verschwindend gering.

Organistin Martina Späth ließ technisch versiert bei einem Satz aus Cesar Francks L'Organiste erkennen, was aus der historischen Hössler-Orgel an Klangvielfalt und Volumen herausgeholt werden kann. Zarte Flötentöne in vier Stimmlagen erklangen unter Leitung von Heide Burkhart mit drei jungen Schülerinnen bei Weihnachtsweisen der frühbarocken Meister Jakob und Michael Praetorius. Dagegen trug der Kirchenchor Kirchenreinbach zeitgenössische geistliche Lieder mit Martina Späth am Dirigentenpult vor. Warme Harmonik verbreitete die Milchbanklmusi mit ihren Saiteninstrumenten Hackbrett, Gitarre, Zupfbass und dem Akkordeon von Karin Bleisteiner nicht nur bei den Instrumentalstücken, sondern auch bei der Begleitung der beiden Sängerinnen in zweistimmiger Mundart.

Moderne Gospels


Beachtlichen Schwierigkeitsgrad meisterte Felix Morner auf seiner Violine beim Kanon in D von Johann Pachelbel. Martina Späth begleitete ihn einfühlsam an der Orgel. Unter Leitung von Marco Brunner pries der Kirchenchor Etzelwang "Ehre sei Gott in der Höhe" und wurde bei "Kleiner Trommlerjunge" vom Gesangverein Etzelwang unterstützt. Einen imposanten Ausklang gestalteten die beiden Kirchenchöre vereint mit zwei modernen Gospels von Theophil Rothenberg: "Geh, ruf es von den Bergen" und "O wenn die Heiligen ziehen ein".

Mitwirkende und Zuhörer stimmten in das Schlusslied "Tochter Zion" ein, das der Posaunenchor begleitete. Marco Brunner, Vorsitzender des Gesangvereins Etzelwang, gab den Zuhörern zu verstehen, dass Spenden für eine Sanierung in St. Nikolaus entgegengenommen werden
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