Bauausschuss genehmigt Verbreiterung der AS 38 zwischen Etzelwang und Lehendorf
Bald Schluss mit enger Straße

Auch diese Brücke an der Nürnberger Straße wird erneuert und die Durchflussgröße für den Etzelbach erweitert. Bilder: Steinbacher (2)
Lokales
Etzelwang
14.01.2015
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Die Bürger von Etzelwang und Lehendorf dürfen aufatmen: Die Verbindungstrasse zwischen ihren Orten soll breiter werden. Genauer gesagt ist es die Kreisstraße AS 38, die von derzeit 4,80 bis 5 Meter auf eine durchgängige Breite von 6,50 Metern ausgebaut werden soll. Außerdem erhält dieses rund 1,25 Kilometer lange Teilstück einen kombinierten Geh- und Radweg.

Nur einer stimmt dagegen

Dafür hat der Bau- und Planungsausschuss des Kreistags bei seiner Sitzung am Montagnachmittag grünes Licht gegeben. Nur Stefan Lindenberger von Bündnis 90/Die Grünen stimmte gegen dieses Vorhaben. Er hatte zuvor Bedenken gegen die vorgesehene Breite angemeldet, die nach seiner Einschätzung unter anderem dazu führen wird, dass viele Autofahrer schneller als erlaubt unterwegs sein würden. Außerdem müsste für die Maßnahme in weite Strecken der Böschung eingegriffen und der Etzelbach teilweise verlegt werden, was Lindenberger ziemlich aufwendig erschien.

Dem hielt Tiefbauamtsleiter Markus Simon entgegen, dass in dieser Agrarregion sehr oft große landwirtschaftliche Fahrzeuge unterwegs sind, was bei der geringen Straßenbreite gewisse Gefahren für andere Verkehrsteilnehmer berge. Deswegen sei der geplante Ausbau "ein großer Sicherheitsgewinn".

Auch Landrat Richard Reisinger verdeutlichte, dass sich viele Bürger aus beiden Orten diese Verbreiterung "seit langem wünschen, weil es jetzt einfach zu eng ist". Außerdem wies er darauf hin, dass der Landkreis bisher bei allen Straßenausbauten in den Gemeinden 6,50 Meter gewählt habe und hier alle gleich behandeln wolle (Reisinger: "Alles andere wäre fahrlässig"). Zumal das auch dem Gemeinderat Etzelwang so avisiert worden sei, der diese Maßnahme ebenfalls uneingeschränkt begrüße.

Zwei Millionen Euro teuer

Nach dem Hinweis auf den Radtourismus (siehe Kasten) bedurfte es dann keiner weiterer Erläuterungen. Das Abstimmungsergebnis zeigte weitgehende Einigkeit für das Projekt. Und das, obwohl seine Kosten von insgesamt zwei Millionen Euro am Montag im Gremium gar nicht mehr diskutiert wurden. Voraussichtlich rund 1,1 Millionen Euro wird der Landkreis Amberg-Sulzbach aus eigenen Mitteln berappen müssen.
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