Die Feuerwehren sparen Strom

Lokales
Etzelwang
17.12.2014
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Freibad, Kläranlage, Straßenlampen - auf der Suche nach "Energiefressern" und "Sparfüchsen" durchforstet Hellmut Zorn die Einrichtungen der Gemeinde Etzelwang. Kostenvorteile durch Ausschreibungen der Kommunalberatung "Kubus" hat er mit spitzem Stift nachgerechnet.

Einen Überblick über den Energieverbrauch in den gemeindeeigenen Anlagen verschaffte der kommunale Energieberater Hellmut Zorn dem Etzelwanger Gemeinderat. In seiner Sitzung im "Dorf-Café" freute er sich über Zuschüsse für den Ausbau der Breitbandversorgung und die Sanierung des historischen Gemeindestadels.

Freibad hält seinen Stand

Der Energiebedarf im Freibad blieb 2013 konstant. Das gilt sowohl für das Heizöl, mit dem die Wassertemperatur auf 23 Grad gehalten wurde, als auch für den Strom im Kiosk. Preissteigerungen schlugen sich allerdings in den Kosten nieder.

Wärmedämmung prüfen

Elf Prozent mehr Strom "schluckte" die Kläranlage. Hellmut Zorn führte das auf Witterungseinflüsse zurück. Diskussionsstoff lieferte die Nachtspeicherheizung im Betriebsgebäude der Kläranlage. Eine alternative Heizmethode schloss Zorn aus, da sie hohe Investitionen zur Folge hätte. Gemeinderätin Lydia Zahner regte an, zu untersuchen, ob mit Wärmedämmung Einsparungen zu erreichen sind.

Pumpanlagen und Rückhaltebecken für die Abwasserbeseitigung kamen großteils mit den gewohnten Mengen aus. "Ausreißer" sind die Regenüberlaufbecken in Schmidtstadt und Lehenhammer mit höheren Verbräuchen. Lagerhalle, Aussegnungshalle, der Bauhof und das Schusterhaus zeigten keine Auffälligkeiten.

In den vier Feuerwehrgerätehäusern ist Strom gespart worden. An den Straßen brennen nunmehr 216 Lampen, bei denen sich keine größeren Abweichungen zeigten. Allerdings schlug die Strompreiserhöhung mit 15 bis 20 Prozent zu Buche.

Kostenvorteile der Ausschreibung über "Kubus", ein Unternehmen der kommunalen Spitzenverbände, würden durch die Aufschläge für die Netznutzung wieder geschmälert. Statt 41 bis 57 Prozent Einsparungen beim Freibad und der Kläranlage blieben im Endeffekt "nur" 13 Prozent übrig. Für die anderen gemeindlichen Anlagen würde es rund 5 Prozent billiger, hat Zorn ausgerechnet.

Im Informationsteil brachte Bürgermeister Roman Berr einige Zuschussnachrichten mit. Für die Breitbandversorgung mit Glasfaserkabel bekam die Gemeinde 94 300 Euro zugesichert. Im Frühjahr werde die Firma Amplus mit der Verlegung beginnen. Zur Sanierung des historischen Gemeindestadels gingen 45 000 Euro Fördermittel ein.

Nicht nur Kern erneuern

Aus der Bürgerversammlung in Kirchenreinbach nahm der Bürgermeister die Anregung mit, die Dorferneuerung nicht nur auf den Kern zu beschränken, sondern den gesamten Ort einzubeziehen. Eine Reihe von Einwohner zeige Interesse, sich mit privaten Maßnahmen zu beteiligen. Die Gemeinde werde einen Förderantrag stellen.

"Mit Neuverträgen warten"

Gemeinderat Günther Renner empfahl, den geplanten Verlauf des Glasfaserkabels zu veröffentlichen. Den Bürgern legte er nahe, die Fertigstellung der neuen Technik abzuwarten, bevor sie Neuverträge mit Internetanbietern abschließen.

Auf seine Frage nach dem Schusterhaus in Etzelwang erfuhr Gemeinderat Philipp Wagner, dass eine Bestandsaufnahme des Dachstuhls und der Pfostengründung des Mauerwerks in Auftrag gegeben wurde. Das Amt für Denkmalschutz übernimmt die Hälfte der Kosten für dieses Gutachten.

Nach dem Ende der Dorferneuerung soll der Christbaum in Etzelwang einen neuen Standplatz erhalten. Wo das sein wird, steht noch nicht fest, erfuhr Gemeinderat Willfried Schmidt auf seine Anfrage.
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