Emporenbilder als Spezialität

Bild: Hartl
Lokales
Etzelwang
02.05.2015
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Wer den Simultankirchenradweg durch das Sulzbacher Bergland (Route 2) wählt, der kommt auch an der Nikolauskirche in Etzelwang vorbei. Das Gotteshaus war bereits bei der Grundsteinlegung 1720 als gleichzeitige Heimstatt für Katholiken und Protestanten geplant. Freilich musste beim Neubau der verschiedene theologische Anspruch beider Glaubensrichtungen baulich sichtbar werden. Auf evangelischer Seite geschah dies vor allem durch die Bemalung der Emporen, die im 18. Jahrhundert besonders im nürnbergischen Gebiet in Mode war. St. Nikolaus war jedoch die einzige Simultankirche, die mit Emporenbildern ausgestattet wurde. Insgesamt 26 zum Teil sehr gute Bilder verschiedener Maler erzählen vom Leben Jesu. Durch den Zuzug von Heimatvertriebenen nach dem Krieg stieg die Katholikenzahl stark, und bald wurde der Wunsch nach einer eigenen religiösen Heimat laut. So endete 1967 das Simultaneum. In bewusstem Kontrast zur umgebenden traditionellen Bauweise erbauten die Katholiken die moderne Kirche St. Martin.
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