Neues Dorf nimmt Formen an

Vor der Kurve der Kreisstraße ist eine Abzweigung nach links zum Mühlweg geplant; zunächst zweispurig und dann einspurig, um auch mit großen Fahrzeugen den Mühlweg erreichen zu können. Bilder: ds
Lokales
Etzelwang
04.08.2015
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Einzig die neue Zufahrt zum Mühlweg bot noch Stoff zur Diskussion mit dem Planungsbüro. Ansonsten zeigte die gemeinsame Sitzung von Gemeinderat und Teilnehmergemeinschaft für die Dorferneuerung Etzelwang, dass die Ziele beider Gremien in einen erfreulichen Einklang münden. So können die anstehenden Maßnahmen zügig fortgesetzt werden.

Im Dorfcafé traf man sich, um die nächsten Schritte abzustimmen. Architekt Markus Rösch, Landschaftsarchitekt Rupert Wirzmüller und Diplom-Ingenieur Rainer Rubenbauer stellten die Projekte vor und nahmen Vorschläge und Argumente der Etzelwanger entgegen.

Getrennt von Grünstreifen

Der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft, Andreas Schmidt vom Amt für ländliche Entwicklung, formulierte die erforderlichen Beschlüsse, die einstimmig gefasst wurden. Den Vorplatz des Feuerwehrhauses und des Gemeindestadels lockern verschiedene Pflaster-Varianten auf. Während die Einfahrt der Feuerwehr ähnlich befestigt wird wie die Dorfmitte, wird am Zugang zum Gemeindestadel Kleinstein mit Rasengitter verlegt. Beide Flächen trennt ein Grünstreifen. An seinem rechten Rand werden Bäume gepflanzt. Die Gremien einigten sich auf einen sandfarbenen Fassadenanstrich einheitlich für Feuerwehrhaus und Gemeindestadel. Das Häuschen mit der Viehwaage ist verschwunden. An seiner Stelle steht künftig eine Informationstafel.

Vorzeitiger Baubeginn

Etzelwang darf mit einer Förderung von 53 Prozent rechnen. Die Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn liegt vor. Über die vorgestellte Planung bestand Einverständnis. Gemeinderat und Teilnehmergemeinschaft stimmten der Kostenvereinbarung zu.

Das Kriegerdenkmal soll keinen neuen Eingang mit Pfosten erhalten. Das Pflaster vor dem Monument wird in seiner Ausdehnung reduziert, so dass der größte Teil der Fläche begrünt werden kann. Der Fußweg erhält Schotterrasen.

Um Rückstau zu vermeiden

Einen Planentwurf zur Querverbindung von der Kreisstraße zum Mühlweg stellte Diplom-Ingenieur Rainer Rubenbauer vor. Auf ihren ersten Metern gesteht er der Abzweigung an der Kreisstraße zwei Spuren zu, um bei Gegenverkehr auf der Querung einen Rückstau in die Kreisstraße zu vermeiden. Allerdings verjüngt sich dann die Fahrbahn auf eine Spur. Als Straßenbelag ist Verbundpflaster für Fahrspur und Rasenverbundpflaster für den Zwischenraum vorgesehen. Diese neue Verbindung überquert den Etzelbach.

Gefahr der Überflutung

Bei der Planung des Durchlasses unter der künftigen Straßenverbindung müssen die Vorgaben des Wasserwirtschaftsamts für den Hochwasserschutz beachtet werden. Kopfzerbrechen bereitet der östlich der neuen Querstraße und im Hochwasser-Rückstaubereich liegende Weiher. Bei starken Regenfällen bestünde die Gefahr, dass der Weiher überflutet wird.

Gemeinderat und Planungsbüro suchen nach einer Lösung, um das Dorf zu schützen, aber auch die Überschwemmung des Weihers zu vermeiden. Eventuelles Hochwasser aus der Region Rupprechtstein soll vor den Wohnhäusern durch einen Damm abgeleitet werden.
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