Nicht nur brennendes Stroh

Lokales
Etzelwang
12.09.2015
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Die jungen Leute waren ganz schön gefordert. Schließlich mussten sie bei der Feuerwehrübung 24 Stunden lang parat stehen und Einsätze absolvieren.

Die Feuerwehrjugend der Gemeinden Etzelwang und Neukirchen absolvierten eine 24-Stunden-Übung, bei der verschiedene Einsatzmöglichkeiten simuliert wurden. Ziel war, dem Nachwuchs einen Überblick über die Vielfalt des Leistungsspektrums bei der Feuerwehr zu geben.

Mit Digitalfunk

Die Einsatzleitung hatte Jugendwart Benjamin Rischkau aus Etzelwang, sein Kollege aus Neukirchen, Stefan Wonneberger, sowie die Kommandanten und erwachsenen Helfern der Wehren beider Gemeinden unterstützten ihn. Der Plan führte die 40 Jugendlichen, die Hälfte davon Mädchen, nach Rittmannshof. Dort mussten sie Löschwasserleitungen aufbauen. Die günstige Höhenlage im Baugebiet "Am Schlossblick" nutzten sie für eine anschließende Digitalfunk-Übung. Zum Schlafen ging es ins Schulhaus und in die Turnhalle. Nach dem Frühstück am nächsten Morgen stand am Bauhof in Neukirchen die nächste Etappe an: Dort lernten die Jugendlichen Möglichkeiten kennen, wie nach Verkehrsunfällen Verunglückte mit dem hydraulischen Rettungsspreizer und der Rettungsschere aus dem Fahrzeug befreit werden können. Die Betreuer klärten den Nachwuchs über Maßnahmen zur Ersten Hilfe, den Einsatz von Feuerlöschern, das richtige Verhalten bei einem Fettbrand und die Nutzung von Atemschutzgeräten auf. In Oberschmidtstadt mussten die Jugendlichen mehrere Brandherde bekämpfen. Als nach dem Alarm Löschfahrzeuge aus beiden Gemeinden anrückten, setzten die Übenden alle verfügbaren Wasserentnahmestellen ein, um die brennenden Strohballen auf dem Acker zu löschen. Dabei lieferten Tanklöschfahrzeuge, Unterflurhydranten und Faltbehälter, gespeist aus einem Güllefass, das Wasser.

Appell an junge Leute

Bei der Schlussbesprechung zeigten sich nicht nur die Jugendwarte Benjamin Rischkau (Etzelwang) und Stefan Wonneberger (Neukirchen) zufrieden mit der Leistung des Nachwuchses. Auch Neukirchens Bürgermeister Winfried Franz und Etzelwangs 2. Bürgermeisterin Lydia Zahner sowie Kreisbrandmeister Christian Meyer machten deutlich, wie wichtig die Ausbildung sei. Sie appellierten an die jungen Leute, bei der Wehr zu bleiben. Ihr Dank galt auch den Betreuern. Bei einem Grillabend klang die lehrreiche Übung aus.
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