Schnelles Internet braucht ewig

Lokales
Etzelwang
01.12.2015
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Für die Genehmigung zum Abriss des unter Denkmalschutz stehenden Schusterhauses steht noch eine Untersuchung aus. Außerdem äußerten die Gemeinderäte in ihrer Sitzung Unzufriedenheit über die schleppende Umstellung auf das schnelle Internet im Lehental.

Das denkmalgeschützte Schusterhaus wurde von einem Vertreter der Denkmalschutzbehörde besichtigt. Dabei zeigte sich, dass Dachstuhl und Holzdecke im Obergeschoss derart vom Holzwurm befallen sind, dass sie erneuert werden müssten. Sollte auch die Decke über dem Erdgeschoss einen Schaden solchen Ausmaßes aufweisen, würde ein Abriss des Gebäudes genehmigt werden.

Gutachten erstellen

Gerhard Pirner empfahl, ein Schadensgutachten in Auftrag zu geben, das durch das Amt für ländliche Entwicklung bezuschusst wird. Anhand dieser Erkenntnisse sollte dann der Gemeinderat über das weitere Vorgehen entscheiden. Ein Förderungsgesetz für die Kommunen macht es möglich, dass für die Sanierung und Reaktivierung von Leerständen in der Gemeinde für bis zu 90 Prozent der Kosten Zuschüsse zu bekommen sind. Bürgermeister Roman Berr will klären, ob auch die Sanierung der Schulturnhalle über dieses Programm laufen kann.

Am 20. Februar sind Informationen zur Dorferneuerung im Lehental geplant. Mit Wlan ist im Freibad und im Gemeindestadel die Einrichtung eines schnellen Internets vorgesehen. Am 2. Dezember stehen Beratungen über die Erneuerung der Kreisstraße zwischen Lehenhammer und Etzelwang an, wobei Auswirkungen auf den Etzelbach und auf die Biotope im Tal behandelt werden.

Dass die Firma, die das Fundament für den Dorfbrunnen erstellt, Schotter auf das neue Pflaster am Dorfplatz ablagert, beklagte Günther Renner. Damit sei seiner Meinung nach eine Beschädigung der neuen Pflastersteine vorprogrammiert.

Meinung unzutreffend

Gerhard Pirner ärgerte sich über die unzutreffende Meinung in Bevölkerungskreisen, dass die Korrektur der Vertiefungen im Pflaster bei den Anwesen Schierl und Neumüller die Gemeinde zu bezahlen habe. Richtig sei, dass die Anhebung der Rinnen als Kulanzleistung vorgenommen wurde. Außerdem informierte Pirner darüber, dass in einem Eisenbahn-Journal ein werbewirksamer Bericht über den Fremdenverkehrsort Etzelwang erschienen sei.

Ärgerliche Verzögerung

Die Bürgerfragemöglichkeit nutzte Josef Lutter, um auf die unbefriedigende Bearbeitung der Anschlüsse an das schnelle Internet im Lehental hinzuweisen.

Offensichtlich verzögere sich durch Kommunikationsmängel zwischen den Firmen Amplus und der Telekom die Bearbeitung der vor Monaten gestellten Anschluss-Anträge, was gravierende Auswirkungen für die Internetnutzer nach sich ziehe. Lutter fand Unterstützung durch die Familien Donhauser, die ihre Verärgerung nach ähnlichen Erfahrungen zum Ausdruck brachten.
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