Entscheidung soll fallen, sobald die Umbaukosten und die Fördermöglichkeiten geklärt sind
Schule mit neuem Leben füllen

Für das ehemalige Schulgebäude sucht die Gemeinde Etzelwang eine neue Verwendung. Bild: ds
Politik
Etzelwang
26.10.2016
43
0

Gleich drei Architekten breiteten ihre Pläne vor dem Gemeinderat Etzelwang aus. Die Dorferneuerung in Kirchenreinbach und die Zukunft des Schulhauses in Etzelwang nehmen Gestalt an. Und dann geht es auch noch darum, eine bald leere Fläche zu gestalten.

Architekt Dipl.-Ing. Albert Geitner hat Anregungen der Bürger in die Pläne der Dorferneuerung Kirchenreinbach einfließen lassen. Den neuen Stand legte er im Gemeinderat dar. Demnach erhält der Kirchweihplatz im Umfeld eine Ruhezone mit Sitzsteinen am Bachufer. Der Dorfbrunnen wird reaktiviert.

Kamera in Kanal schicken


Das Gelände am Bushäuschen soll auf Straßenniveau angehoben werden. Rund um die Container beim Feuerwehrgerätehaus wird gepflastert. Der Birkenweg wird bis zur Einmündung in den Buchbergweg asphaltiert. Am westlichen Rand der vier Meter breiten Fahrbahn erfolgt die Ableitung des Regenwassers. Außerdem sind Parkplätze für Wanderer vorgesehen. Im Zuge der Dorferneuerung schlug Architekt Geitner eine Kanalbefahrung vor.

Über eine künftige Nutzung des ehemaligen Schulhauses in Etzelwang hat sich Architekt Dipl.-Ing. Markus Rösch Gedanken gemacht. Er wartete mit verschiedenen Varianten auf. Bei einer könnten eine Praxis für Physiotherapie, eine Gemeindekanzlei und Büros entstehen. Für eine günstigere Raumaufteilung empfahl er, das Treppenhaus zentral anzulegen und eventuell einen Aufzug einzubauen. Im Obergeschoss und im Dachgeschoss böten sich Wohnungen an. Eine Dachterrasse würde die Attraktivität steigern.

Räume für Alt und Jung


Eine gewerbliche Nutzung konnte sich der Architekt in einer zweiten Variante auch im ersten Obergeschoss vorstellen, wenn das Parterre ausschließlich für eine Alten- und Tagespflege für etwa 10 bis 15 Personen bereitgestellt würde. Um dann Platz für Besucher zu erhalten, dachte der Architekt an einen Café-Treff beim derzeitigen Haupteingang. Im Dachgeschoss ließen sich zwei Wohnungen einrichten, eine davon vielleicht für Kurzzeitpflege. Im Untergeschoss bliebe Platz für einen Jugendraum. In die ehemalige Lehrerwohnung könnte nach einer Renovierung wieder jemand einziehen. Bei der Turnhalle dachte Markus Rösch an die Wandlung in einen Mehrzweckbereich.

Gemeinderat Gerhard Pirner warf die Frage nach Zuschüssen auf. Während beim Umbau der Turnhalle eine Förderung durch das Amt für Ländliche Entwicklung nicht ausgeschlossen sei, sah Architekt Markus Rösch ansonsten Chancen über die Städtebauförderung und den sozialen Wohnungsbau. Sobald Klarheit über Umbaukosten und Fördergelder herrscht, wollen die Gemeindevertreter über die Zukunft des ehemaligen Schulhauses entscheiden.

Auf alten Mauern sitzen


Was nach dem Abriss des Schusterhauses dort passieren könnte, erläuterte der Freiraumarchitekt Rupert Wirzmüller. Er legte den Entwurf eines Gartenzimmers vor. Dabei würden die Außenmauern nur bis zur Sitzhöhe und die Zimmerwände im Erdgeschoss auf das Niveau des sich anschließenden Dorfgartens abgetragen. Der Grundriss bliebe als begehbare Gartenfläche erhalten. Die Mauerreste würden zu Sitzbänken umgestaltet. Der ehemalige Flur würde in beiden Varianten als Durchgang zum Dorfgarten dienen.

Ein zweiter Vorschlag sieht vor, die Nordmauer für integrierte Schaukästen, als Rückwand für einen Backofen, eine Holzlege, einen Grillplatz und für die Überdachung zu nutzen. Die Südmauer sollte in Sitzhöhe bestehen bleiben und dadurch eine Bank für eine lange Tafel bilden. Damit würde Etzelwang einen Treffpunkt für Einheimische sowie einen Rastplatz für Radfahrer und Wanderer erhalten. Der dritte Vorschlag sieht vor, das Schusterhaus komplett abzureißen und seine Grundfläche mit Stahlband zu markieren. Der Innenraum könnte dann als Trockenrasen gestaltet werden.

Gemeinderat Günther Renner warb für einen Komplettabriss. Er wollte vermeiden, dass bei einem eventuellen Neubau erst Restmauern abgebrochen werden müssten.

Informationen aus der GemeinderatssitzungSeniorenbeauftragter gesucht

Bürgermeister Roman Berr regte an, einen Seniorenbeauftragten für die Gemeinde Etzelwang zu benennen. Er bat um Vorschläge aus dem Gemeinderat. Der Seniorenbeauftragte müsse aber nicht aus dessen Reihen kommen. Bewerber können sich beim Bürgermeister oder der Verwaltung melden.

Kassensturz für 2015

Die Kämmerei hat die Jahresrechnung 2015 vorgelegt. Sie schließt im Verwaltungshaushalt mit 1 889 834 und im Vermögenshaushalt mit 1 127 146 Euro ab. Die Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt beläuft sich auf 202 980 Euro.

Zuschussgesuch für Pflaster

Bürgermeister Roman Berr teilte mit, dass die Kirchengemeinde Etzelwang den Parkplatz zum Kinderhaus pflastern möchte. Sie bittet dafür um einen Zuschuss von der politischen Gemeinde.

Container kommt zurück

Gemeinderat Willfried Schmidt beklagte die Situation mit dem Container für den Etzelwanger Friedhof und erfuhr, dass er nach Fertigstellung der Parkfläche an der Leichenhalle wieder an seinem früheren Platz aufgestellt wird.

Bürgermeister Roman Berr sprach den Bedarf einer Toilette an der Kirche und für den Friedhof an. Die Gemeinde würde sich auch an den Kosten beteiligen, bot er an.

Nicht nur für Ratsmitglieder

Die Verwaltungsgemeinschaft Neukirchen bereitet ein Rats-Informationssystem vor, das es Gemeinderäten ermöglicht, online Unterlagen einzusehen und auf das Archiv zuzugreifen. Aber auch Bürger sollen Informationen abfragen können.

Nachfrage zum Etzelbach

Gemeinderat Karl Adelmann wies darauf hin, dass der Etzelbach beim Kriegerdenkmal verlandet. Bürgermeister Berr wird beim Wasserwirtschaftsamt nachfragen, wie das neugestaltete Fließgewässer künftig gepflegt werden kann. (ds)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.