Gemeinderatssitzung in Etzelwang
Schusterhaus unterm Hammer

Das Schusterhaus steht vor dem Abriss. Gut erhaltene Bauteile können die Bürger in einer Auktion erwerben, so die Idee des Bürgermeisters Roman Berr und der Gemeinde. Bild: ds
Politik
Etzelwang
20.09.2016
143
0

Der Abriss des Schusterhauses in Etzelwang eröffnet den Bürgern die Möglichkeit, erhaltenswerte Bauteile wie Balken, Bretter oder Fliesen zu erwerben. Es gab aber noch mehr Neues in der Gemeinderatssitzung zu erfahren.

Lehendorf. Bürgerfragen eröffneten die Sitzung im Gasthaus Peterhof. Josef Lutter erkundigte sich nach dem Start der Erneuerung der Kreisstraße von Lehendorf bis Etzelwang. Zwar würden bereits die Grundstücksverhandlungen laufen, so Bürgermeister Roman Berr, der Baubeginn werde sich aber wohl auf Frühjahr 2017 verschieben. Robert Vogel erfuhr auf seine Nachfrage, dass der Abriss des Schusterhauses in Etzelwang noch heuer erfolgen soll. Bürgermeister Roman Berr kündigte an, dass dabei in Form einer Auktion den Bürgern Bauteile angeboten werden.

Forderung des Bayernwerks


Da der Vertrag über die Straßenbeleuchtung mit der Eon-Tochter Bayernwerk im kommenden Jahr ausläuft, befasste sich der Rat mit der künftigen Ausrichtung. Vor dem Vertragsabschluss 2012 ließ die Verwaltung prüfen, welche Kosten auf sie zukommen, wenn sie die Straßenbeleuchtung kaufen würde.

Damals standen 65 000 Euro im Raum, die gemäß Aussage des Energieversorgers bei einer Vertragsverlängerung bis 2017 größtenteils entfallen würden. Inzwischen aber fordert das Bayernwerk bei einer Übernahme der Straßenbeleuchtung durch die Gemeinde 28 700 Euro für die Netztrennung.

Diese Abweichung von den Absprachen 2012 beklagte Gerhard Pirner und forderte eine Nachverhandlung. Ebenso Klaus-Dieter Schurath, der vorschlug, in dieser Angelegenheit mit der N-Ergie Verbindung aufzunehmen.

Der Gemeinderat sagte eine finanzielle Beteiligung bei den vorgesehenen Arbeiten an Gemeindestraßen durch die Jagdgenossenschaft Schmidtstadt zu. Laut Günther Renner werden die Auffahrt zum Rupprechtstein am westlichen Ortsrand von Kirchenreinbach (Himmelsbühl), die Straße unterhalb Gerhardsberg in Richtung Neutras (Wolfslöcher) und die steile Zufahrt Kirchenreinbach-Rittmannshof ausgebessert. Klaus-Dieter Schurath erkundigte sich nach dem Planungsstand für die Dorferneuerung Kirchenreinbach. Der Bürgermeister zeigte sich zuversichtlich, dass in den Wintermonaten die Ausschreibungen vorgenommen werden können. Gleichzeitig wollte er die Chancen erfragen, einen zweiten Hotspot für W-Lan in der Gemeinde einzurichten. Berr sah dazu noch Klärungsbedarf über die zu erwartenden Kosten.

Ein reges Interesse der Bevölkerung am Schloss Kirchenreinbach erkannte Günther Renner wegen des beachtlichen Besuchs beim Tag des offenen Denkmals. Fast 200 Leute nutzten die Führungen. Philipp Wagner beklagte die schleppende Bearbeitung von Reklamationen durch die Telekom. Trotz wiederholter Meldungen fiel das Telefon über mehrere Wochen aus.

Fahrbahn absenken


Im Zuge der Erneuerung der Eisenbahnüberführung über die Zufahrt zum Sportgelände ist die Gemeinde an einer Absenkung der Fahrbahn interessiert, um auch größeren Fahrzeugen eine Durchfahrt zu ermöglichen. Wegen der Aufteilung der Kosten stehen noch Gespräche mit Vertretern der Deutschen Bahn an, erfuhr Gerhard Pirner auf Anfrage.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.