Pläne für Kreisstraße und Radweg im Lehental nehmen Gestalt an
Um einen Meter abgespeckt

Politik
Etzelwang
14.12.2015
42
0

Die Planung der Kreisstraße durch das Lehental schreitet voran. Gesucht wird derzeit nach Ausgleichsflächen. Das brachte Bürgermeister Roman Berr auf eine Idee.

/Neutras. Es erschien ihm sinnvoll, für künftige Baumaßnahmen einen Vorrat an Ausgleichsflächen parat zu haben. Deshalb bat er die Gemeinderäte, ihn zu informieren, wenn sie von Verkaufsabsichten für landwirtschaftliche Flächen hören. Spontan fiel Philipp Wagner dazu die Vergrößerung des Klärteiches bei Ziegelhütten ein.

Für die Kreisstraße im Lehental haben die Planer die Breite der Fahrbahn und des Radwegs um jeweils einen halben Meter abgespeckt, teilte Berr mit. Damit wachse der Abstand zum Etzelbach insgesamt um einen Meter. Bei Penzenhof wird der Bach zudem umgestaltet. Der Rad- und Gehweg verläuft durchgehend an der Nordseite der Straße.

Für die öffentliche Sitzung des Gemeinderats im Gasthaus Zum Neutrasfelsen lag ein Antrag des Sportvereins vor, der um einen Zuschuss für die Anschaffung einer Tumblingbahn bat. Dabei handelt es sich um Matten, die beim wöchentlichen Boden- und Geräteturnen der Kinder in der Schulturnhalle Verwendung finden. Sie kosten rund 3000 Euro.

Günther Renner und Willfried Schmidt befürworteten es, den Kauf zu unterstützen. Mindestens 1500 Euro macht die Gemeinde für die Tumblingbahn locker, einigten sich die Räte. Philipp Wagner und Ernst Scharr erkannten darüber hinaus die Notwendigkeit, den Betrag für die Jugendförderung im kommenden Haushalt zu erhöhen.

Nochmal neu verhandeln


Bürgermeister Roman Berr informierte, dass die Gemeinde Etzelwang die Voraussetzungen für eine Förderung durch das Kommunale Investitionsprogramm nicht erfüllt. "Schuld" sei ihre Einkommenssituation. Das treffe allerdings auf fast alle Gemeinden zu, und deshalb werde mit der Regierung neu darüber verhandelt. Falls sie sich zu günstigeren Regelungen bewegen lasse, werde die Gemeinde wieder aktiv.

Im Informationsteil kündigte der Bürgermeister an, dass das Tierheim in Amberg den Hundetrakt erweitert. An den Kosten würden die Gemeinden voraussichtlich beteiligt.

Bürger arbeitswillig


Gemeinderätin Lydia Zahner erkundigte sich nach der Möglichkeit, mit einer dendrochronologischen Untersuchung das Alter des Gebälks im Gemeindestadel festzustellen. Außerdem gab sie eine Anfrage Schmidtstädter Bürger weiter. Sie wollen ein kurzes Straßenstück zwischen den Anwesen Pürner, Heinl, Meredig und Keck in Eigenleistung pflastern. Zum Material erhoffen sie sich einen 50-prozentigen Zuschuss der Gemeinde. Bei Straßenbefestigungen durch Jagdgenossenschaften wurde das in der Vergangenheit wiederholt so gehandhabt.

Gegenseitiger Dank


Die letzte Sitzung im Jahr 2015 nutzte Bürgermeister Roman Berr, um dem Gemeinderat für die gute Zusammenarbeit zu danken. "Das hohe Pensum ist gut bewältigt worden. Die Abarbeitung der verschiedenen Aufgaben hat bestens funktioniert", zeigte er sich zufrieden. Die Integration der neuen Gemeinderatsmitglieder sei gelungen.

2. Bürgermeisterin Lydia Zahner erwiderte den Dank im Namen der Gemeindevertreter. Auch sie sprach von einer vertrauensvollen Zusammenarbeit und überreichte Roman Berr ein Geschenk.

Koordinationsmängel beim DSL-AnschlussBeim Breitbandausbau in den restlichen Ortsteilen nimmt Etzelwang Rücksicht auf die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Neukirchen und stellt die Ausschreibung bis Anfang 2016 zurück. Bis dahin, so die Hoffnung, gehen bei den Nachbarn die erforderlichen Bescheide ein.

Was aus den Reklamationen nach den Verzögerungen beim schnellen Internetanschluss im Lehental geworden ist, wollte Elisabeth Kellner wissen. Der Bürgermeister führte sie auf Koordinationsmängel zwischen Amplus und der Telekom beim Anschlusswechsel und bei der Erhaltung der bisherigen Rufnummern zurück.

Klaus-Dieter Schurath regte an, einen Vertreter von Amplus in eine Gemeinderatssitzung einzuladen, dann könnten die Probleme besprochen und aus der Welt geschafft werden. (ds)


Straßen-CheckBürgermeister Roman Berr hat bei den Bauhof-Mitarbeitern einen Zustandsbericht für die Etzelwanger Gemeindestraßen angefordert. Eine Unterteilung der Schäden in vier Kategorien und Hinweise auf Unfallgefahren sollten dazu dienen, Prioritäten festzulegen, erklärte er. Dabei erinnerten die Gemeinderäte Günther Renner und Klaus-Dieter Schurath an die anstehenden Dorferneuerungen, um zu verhindern, dass in diesen Ortsteilen erneuerte Straßen noch einmal aufgerissen werden.

Gerhard Pirner drängte darauf, vor der Sanierung einer Straße ihren Unterbau zu prüfen, um tieferliegende Schäden beheben zu können. Philipp Wagner erinnerte an die Befestigung des Banketts von Ziegelhütten zur Kreisstraße. Vor der Sanierung größerer Straßen will Bürgermeister Berr Fördermöglichkeiten abklopfen. (ds)
Das hohe Pensum ist gut bewältigt worden. Die Abarbeitung der verschiedenen Aufgaben hat bestens funktioniert.Bürgermeister Roman Berr zieht Bilanz über das Jahr 2015 im Gemeinderat
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.