Eine Maßnahme der Dorferneuerung bringt die Löschwasserversorgung in Kirchenreinbach in Gefahr
Ohne den Reinbach läuft nichts

Vermischtes
Etzelwang
17.10.2016
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Wenn von Risiken und Nebenwirkungen die Rede ist, geht es meistens um Medikamente. In Kirchenreinbach warnt die Feuerwehr jetzt vor einer Nebenwirkung der Dorferneuerung.

Kirchenreinbach. Die vier Feuerwehren der Gemeinde Etzelwang bewiesen bei einem Probealarm zur Brandschutzwoche ein funktionierendes Zusammenspiel. Kirchenreinbachs Kommandant Norbert Sperber hatte einen Übungsplan ausgearbeitet, bei dem es galt, den Brand in einer Hackschnitzelanlage zu löschen und dabei eine eingeschlossene Person zu retten.

Nach dem Sirenenalarm übernahm das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Kirchenreinbach die schnelle Bereitstellung von Löschwasser aus einem Hydranten. Die Schmidtstädter entnahmen dem Reinbach Wasser und leiteten es an die Kollegen aus Etzelwang weiter. Die Wehr Lehendorf zapfte einen Unterflurhydrant am Birkenweg an.

Diese Anordnung der vier Gruppen zielte auf einen Rundumschutz für das Wohnhaus und das Gebäude mit der Heizungsanlage. Die Atemschutzträger standen vor der Aufgabe, eine vermisste Person aus dem Heizraum retten. Anschließend kümmerten sich Sanitäter um den Jungen. Einsatzleiter Norbert Sperber zeigte sich zufrieden mit dem Ablauf.

Allerdings äußerte er sich besorgt über eine Nebenwirkung der Dorferneuerung, bei der das Aufstauen des Reinbachs im Dorf kritisiert wurde. Sollte das künftig untersagt werden, bekäme die Wehr bei einem größeren Brand in Kirchenreinbach Schwierigkeiten mit der Bereitstellung von ausreichend Löschwasser. Norbert Sperber dankte der Familie Dorn für die Genehmigung, in ihrem Anwesen diese Übung durchzuführen.

Kreisbrandmeister Christian Meyer nannte diese Ansammlung an Gebäuden ein interessantes Objekt für die vier Feuerwehren. Um in einem Ernstfall der Gefahr zu begegnen, dass ein Feuer auf das große Wohnhaus übergreift, empfahl er, die Löschfahrzeuge außerhalb des Anwesens zu platzieren.

Dank ernteten die zahlreichen Feuerwehrdamen und -herren von Bürgermeister Roman Berr für ihre Bereitschaft, an dieser Übung mitzuwirken, obwohl am Tag vorher ein Alarm ihren Einsatz gefordert hatte. Dass der Reinbach als Lieferant von Löschwasser unverzichtbar ist, habe diese Übung bewiesen. Er werde beim Wasserwirtschaftsamt diesen Aspekt vorbringen. Berr dankte Einsatzleiter Norbert Sperber für die gute Organisation.
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