Etzelwanger Kirwawurm muss ohne sein Finale auskommen
Bach zu flach

Am Ende des Kirwa-Wurms ging es feucht-fröhlich zur Sache: Die Wagen pointierten Vorkommnisse im Gemeindeleben, und die Kirwaburschen sorgten an dem heißen Nachmittag für die nötige Abkühlung. Bild: csk
Vermischtes
Etzelwang
27.07.2016
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Mit vier Kirwatagen in den Knochen fuhren die Etzelwanger am Montag die Stimmung noch einmal bis zum Anschlag hoch. Auf ein kleines, früher beliebtes Detail müssen die Burschen aber ab heuer verzichten.

Morgens weckten die Kirwaburschen und -moila das Dorf bei einem zünftigen Frühschoppen, bevor sie am Nachmittag aufbrachen, um in Lehenhammer ihren Umzug vorzubereiten. Den über 100 Meter langer Tross führten die Kirchenreinbacher Spitzboum auf der Pferdekutsche an; Kirwapaare und Gaudiwagen folgten. Ihre Motive nahmen den bevorstehenden Abriss des Schusterhauses oder den durch die Dorferneuerung neu gestalteten Bachlauf ironisch aufs Korn.

Hier und da wurde in Nachbarorten Lehendorf und Penzenhof ein kleines Tänzchen aufgeführt, die Lehendorfer hatten dafür sogar einen eigenen Kirwabaum aufgestellt. Nach gut einer Stunde erreichte der gurzende Kirwa-Wurm dann Etzelwang.

Das beliebte Finale des Umzugs entfiel allerdings. Normalerweise schwärmten die Kirwapaare aus, um allzu neugierige Zaungäste oder Leute, die es mal verdient hatten, einzufangen und in hohem Bogen in den Bach zu werfen. Der ist jetzt für solche Zwecke zu flach, denn nach der Neugestaltung lässt sich das Wasser nicht mehr aufstauen.

Der Stimmung tat das keinen Abbruch. Dafür sorgte die bekannte Cover-Band Aeroplane. Sie bescherten den Besuchern im voll besetzten Festzelt einen Kirwaausklang, der sein Ende erst nach mehreren Zugaben tief in der Nacht fand.
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