Gemeinderat Etzelwang tagt
Schulhaus inzwischen zu groß

Das Straßenstück von Ziegelhütten in Richtung Erkelsdorf plant die Jagdgenossenschaft Neidstein mit Pflaster zu befestigen. Bild: ds
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Etzelwang
17.07.2016
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Die gute Nachricht: Die Jagdgenossen ermöglichen es, dass Verbindungsstraßen in der Gemeinde Etzelwang aufgebessert werden. Die erneute Erhöhung der Umlage für die Schule in Neukirchen stieß den Gemeindevertretern allerdings sauer auf.

Gerharberg. (ds) Um die Ableitung des Oberflächenwassers von Ziegelhütten zum Klärteich zu sichern, machte Josef Wagner auf die Notwendigkeit aufmerksam, den Graben zu mähen. Mit einer ähnlichen Anregung wartete Ina Reminger für einen Graben in Oberschmidtstadt Richtung Kirchenreinbach auf.

Dem Gemeinderat lag in der öffentlichen Sitzung im Gasthaus zur Linde ein Bauantrag von Dieter Klos vor, der in Lehendorf zwei Fertiggaragen errichten möchte. Das Gremium stimmte zu.

Die Jagdgenossenschaft Neidstein wird heuer ein Straßenstück von Ziegelhütten nach Erkelsdorf befestigen und beantragte deshalb den bei solchen Selbsthilfemaßnahmen üblichen Zuschuss. Die Gemeindevertreter stimmten einer anteiligen Kostenbeteiligung in Höhe von 5260 Euro zu.

Gemeinderat Günther Renner kündigte an, dass auch die Jagdgenossenschaft Schmidtstadt vorhabe, verschiedene Wege zu verbessern. So sei für die Gemeindeverbindungsstraße Kirchenreinbach-Rittmannshof eine Einigung über die Oberflächenwasserführung erzielt worden. Mit der Anlage eines Straßengrabens könne nun die Fahrbahn ausgebessert werden.

Mit Schotter befestigen


Die Zufahrt zum Fichtach sowie die Gemeindeverbindungsstraße Gerhardsberg-Neutras können ebenfalls einer Verbesserung entgegensehen. Die Jagdgenossen wollen diese drei Wege nicht mit Pflaster, sondern mit Abraum und Schotter befestigen. Die anteiligen Kosten für die Gemeinde liegen in diesem Fall bei rund 4000 Euro.

Im gemeindeeigenen Leichenhaus in Kirchenreinbach müsse das Fenster an der Westseite erneuert werden, brachte Gemeinderätin Lydia Zahner zur Kenntnis. Außerdem empfahl sie, im Friedhof Etzelwang die Bank, die zurzeit auf einer aufgelassenen Gruft steht, an eine andere Stelle zu versetzen.

Kirwabaum nicht versetzen


Die Gemeinderäte Klaus-Dieter Schurath und Günther Renner sprachen Klärungsbedarf bei der Planung der Dorferneuerung Kirchenreinbach an. Der Vorschlag, den Platz für den Kirchweihbaum rund 30 Meter nach Westen zu verlagern, würde eine Behinderung des Verkehrs am Kirchenweg zur Folge haben. Das Planungsbüro müsse überzeugt werden, dass der bestehende Platz der günstigste sei.

Gemeinderätin Regine Kliem kritisierte den großräumigen Rückschnitt des Bewuchses am Radler-Rastplatz in Lehenhammer. Weniger Eingriff in die Naturfläche wäre ihrer Meinung nach sinnvoller. Von einer überregionalen Tagung für Kommunalpolitiker berichtete Gemeinderat Willfried Schmidt über ein Thema, Wohnraum für junge Leute und Bürger mittleren Alters bereitzustellen, um das Leben im Dorf zu erhalten.

Gleichzeitig kündigte er an, dass der Schulverband Neukirchen-Etzelwang die Umlage auch heuer wieder erhöhe. Der finanzielle Aufwand pro Schüler liege viel höher als in anderen Gemeinden. Es sollten einschneidende Maßnahmen ergriffen werden, um die hohen Investitionen zu mindern. Das Schulhaus sei durch rückläufige Schülerzahlen inzwischen zu groß.

Gemeinderat Günther Renner forderte eine Gegenüberstellung der Instandhaltungskosten des Gebäudes mit den Anschaffungskosten für ein neues kleineres Haus. Am Etzelwanger Schulhaus, so Gemeinderat Willfried Schmidt, sei beim Fußballspiel ein Fenster zu Bruch gegangen. Mit der Reparatur sollte zusätzlich ein Schutzgitter angebracht werden.

Für Unterkunft sorgen


Bürgermeister Roman Berr berichtete von einem Seminar des Gemeindetags, bei dem auch über die Unterbringung der Asylsuchenden referiert wurde. Sobald Flüchtlinge als Bleibeberechtigte anerkannt sind, habe die Gemeinde eine Unterkunft zu stellen. Notfalls müsse die Unterbringung in einem Hotel oder in leerstehenden Häusern gesichert werden.

In diesem Zusammenhang kam auch zur Sprache, dass sozialer Wohnungsbau zu den Pflichtaufgaben der Gemeinden zähle.
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