Gemeinderat macht sich Gedanken über nördlichen Teil des Etzelwanger Friedhofs
Thema verlangt große Sensibilität

Vermischtes
Etzelwang
26.01.2016
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Kurz und schmerzlos ging der öffentliche Teil der Gemeinderatssitzung im Sozialtherapiezentrum Integra über die Bühne. Längere Zeit diskutierten die Gemeinderäte lediglich darüber, wie mit dem nördlichen Teil des Friedhofes in Etzelwang verfahren werden soll. Das Ergebnis: Es bleibt alles beim alten.

Grundsätzlich sei bereits in der Gemeinderatssitzung zuvor über die Belegung des nördlichen Teils des Friedhofs in Etzelwang entschieden worden, merkte Bürgermeister Roman Berr einleitend an. Jetzt komme es darauf an, über die detaillierte Vorgehensweise zu entscheiden.

Eine Möglichkeit wäre es, auf frei werdenden Flächen Behindertenparkplätze zu schaffen. Die Verwaltung schlug vor, die Nutzer von Gräbern anzuschreiben, bei denen die Ruhezeiten auslaufen beziehungsweise zur Verlängerung anstehen. Sie sollten befragt werden, ob sie mit einer Umbettung ihrer Verstorbenen in einen anderen Teil des Friedhofs einverstanden wären.

"Mit de' Leut' reden"


Von den Gemeinderäten kamen dazu gegensätzliche Argumente. Einig waren sie sich aber darin, dass dieses Thema mit großer Sensibilität behandelt werden müsse. Das gelte insbesondere für die Anfragen bei den Grabbesitzern. Einige Gemeinderäte bezweifelten es auch, ob überhaupt Handlungsbedarf bestehe. Sie ermahnten, keinen Druck auf die Grabbesitzer auszuüben. "Man muss mit de' Leut' reden", regte die 2. Bürgermeisterin Lydia Zahner an.

Nicht zufrieden zeigte sich Gemeinderat Klaus Hofmann mit der Tendenz, die Angelegenheit einfach weiter laufen zu lassen. Er beantragte, die Gemeinde zu verpflichten, aktiv zu werden. Mit vier gegen acht Stimmen folgte das Gremium allerdings mehrheitlich seinem Ansinnen nicht.

Keine Einwände erhob die Gemeinde hinsichtlich einer Maßnahme der Nachbargemeinde Pommelsbrunn im Ortsteil Hegendorf. Ebenfalls stimmte das Gremium dem Antrag der Dorfgemeinschaft Schmidtstadt zu, einen Weg in Eigenregie zu pflastern. Dabei kämen auf die Gemeinde Materialkosten in Höhe von rund 2500 Euro zu.

Förderung 90 Prozent


Bei der Gestaltung und der Sanierung des Vorplatzes Gemeindestadel ist die Gemeinde der Kostenträger, informierte Bürgermeister Roman Berr. Da die Gesamtkosten von 59 000 Euro vom Amt für ländliche Entwicklung mit 53 000 Euro (90 Prozent) bezuschusst werden, muss die Gemeinde selbst 6000 Euro für diese Maßnahme dazu bezahlen. Der Gemeinderat stimmte der Kostenübernahmevereinbarung zu.
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