In der Nacht zum Ostersamstag zieht spezielles Volk durch den Ort
Etzelwang setzt seinen Oiersingern ein Denkmal

Vermischtes
Etzelwang
22.03.2016
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Während der Gespräche über die Dorferneuerung in Etzelwang wurde der Wunsch geäußert, als Blickfang im Zentrum ein Werk des heimischen Künstlers Peter Kuschel vorzusehen. Auf der Suche nach einem Motiv setzte sich schnell der alte, in Etzelwang wiederbelebte Brauch des Oiersingens durch. Junge Leute ziehen dabei durch den Ort und bitten mit Liedern um Ostereier und andere Gaben. Peter Kuschel entwarf ein Modell, das mit seiner bildlichen Darstellung den Nagel auf den Kopf trifft: In der Nacht zum Ostermontag stehen Sänger vor den Häusern mit Körben, in denen sie Eier- und Geldspenden einsammeln. Manch ein Bürger schenkt den Gästen auch Hochprozentiges ein. Dessen Wirkung deutet Peter Kuschel mit einem Sänger an, der vom Podest herabgefallen ist und unten im Wasser liegt. Die Plattform für dem Chor stellte der Künstler auf symbolische Eier. Am Standfuß ist das Lied der Oiersinger mit Text und Noten verewigt. Den alten Brauch des Oiersingens halten in Etzelwang die Kirwapaare am Leben. Andernorts in Bayern ist er längst ausgestorben. - Im Bild von links Gemeindemitarbeiter Reiner Steger, der den Transport und Aufbau erledigte, Bürgermeister Roman Berr, Peter Kuschel, Fritz Kellner (Installationsarbeiten), Kazuko Kuschel und Willfried Schmidt, dem die Organisation oblag. Bild: ds

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