Kirchenchor Kirchenreinbach blickt auf 60 Jahre zurück
Harmonie nicht nur im Gesang

Der heutige Kirchenchor - im Bild vor dem Altar der St.-Ulrichskirche - setzt das Werk fort, das seine Vorgänger um den Lehrer Walter Köbler 1956 in Kirchenreinbach begonnen haben. Bild: ds
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Etzelwang
04.10.2016
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"Gott loben, das ist unser Amt", so drückt es ein Lied aus dem Gesangbuch aus. Seit 60 Jahren hält sich der Kirchenreinbacher Kirchenchor daran. Zu hören ist er allerdings nicht nur in Gottesdiensten und anderen kirchlichen Feiern.

Kirchenreinbach. In den 50er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts wuchs in den drei anderen Kirchengemeinden der Pfarrei der Wunsch nach Chorgesang in den Gotteshäusern, wie es ihn schon seit Jahrzehnten in Etzelwang gab. In Kirchenreinbach gelang es 1956 Lehrer Walter Köbler, Damen und Herren für mehrstimmigen geistlichen Gesang zu begeistern.

17-Jähriger dirigierte


Unter seiner Leitung lernte der Chor erste Kirchenlieder und bereitete sich vor, Gottesdienste und Hochzeiten, aber auch Beerdigungen musikalisch zu umrahmen. 1965 übernahm Herbert Lindner, damals 17 Jahre alt, die Aufgaben des Dirigenten. Bis zu seinem Umzug nach Königstein nahm er sie elf Jahre mit Erfolg wahr.

Seine Nachfolge trat ab 1977 Erika Schornbaum an. Die Ehefrau von Pfarrer Johann Schornbaum erweiterte das Repertoire um beliebte Volkslieder und eröffnete dem Chor die Möglichkeit, bei Festen benachbarter Vereine mitzuwirken. 2002 legte Erika Schornbaum den Dirigentenstab in die Hände von Martina Späth, die seitdem das Werk ihrer Vorgänger fortsetzt und zeitgemäßes Liedgut ins Programm einbaut.

Einladungen, das Advents- sowie das Frühlingssingen in Etzelwang mitzugestalten, nahm und nimmt der Chor gerne an. Jubiläumsveranstaltungen wie 950 Jahre Etzelwang oder 1000 Jahre Kirchenreinbach boten die Gelegenheit, die Vielseitigkeit des Chors zu Gehör zu bringen. Das Jubiläum von Kirchenreinbach 2009 bereicherte der Kirchenchor nicht nur musikalisch, sondern auch mit einem geschichtlichen Beitrag und humorvollen Einlagen.

Für besondere Ereignisse schließt sich der Chor mit den Nachbarn aus Etzelwang, Ernhüll und Högen zusammen. Das ergibt dann einen Klangkörper mit beeindruckendem Volumen; so geschehen beim Festakt nach Abschluss der Orgelsanierung in Kirchenreinbach. Die Ökumene praktizieren die Sänger bei gebotenen Anlässen zusammen mit katholischen Chören.

1500 Stimmen gemeinsam


Ein Höhepunkt aus neuerer Zeit war die Mitwirkung am Landeschortag in Rothenburg ob der Tauber. Sänger aus Kirchenreinbach und Schmidtstadt brachten ihre Erfahrungen in Workshops ein und liehen ihre Stimmen im Abschlussgottesdienst einem 1500-köpfigen Chor.

Für eine harmonierende Gemeinschaft spricht das Mitwirken von drei Generationen einer Familie im Chor. Er festigt seinen Zusammenhalt bei Ausflügen, Besichtigungen oder der Erkundung der Heimat. Die Chorproben laufen in einer lockeren, mitunter auch fröhlichen Atmosphäre ab. Fluktuation gibt es bei den Sängern so gut wie keine.

FestgottesdienstAm Sonntag, 9. Oktober, ist die Bevölkerung eingeladen, um 10 Uhr am Festgottesdienst in der St. Ulrichskirche teilzunehmen. Der Jubelchor umrahmt ihn mit verschiedenen Beiträgen. Kirchenmusikdirektor Reinhold Meiser, Präsident vom Verband evangelischer Kirchenchöre in Bayern, hat seinen Besuch zugesagt. (ds)
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