Kläranlage der Gemeinde Etzelwang arbeitet mit einem neuen Rechen
Kein Sand mehr im Getriebe

Klärwärter Walter Schuster (Zweiter von links) erläuterte dem Bauausschuss der Gemeinde Etzelwang um Bürgermeister Roman Berr (Zweiter von rechts) die neue Rechenanlage. Sie ersetzt ihre Vorgängerin, die 25 Jahre lang in der Kläranlage in Lehendorf ihren Dienst tat. Bild: csk
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Etzelwang
12.05.2016
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Zehn bis 15 Jahre beträgt die durchschnittliche Lebensdauer des Rechens in einer Kläranlage. Walter Schuster, der Klärwärter der Gemeinde Etzelwang, versteht die Kunst, noch wesentlich mehr herauszukitzeln. Einmal ist aber auch bei ihm Schluss.

Mit Sorgfalt und Findigkeit gelang es Walter Schuster, die Anlage in der Kläranlage der Gemeinde Etzelwang 25 Jahre in Betrieb zu halten. Jetzt musste aber doch eine neue her.

Der Rechen einer Kläranlage ist eine wichtige Komponente, die ankommende Abwässer vorfiltriert und feste Bestandteile abfängt. Sie ist damit eine erste Reinigungsstufe und verhindert Ablagerungen im Klärbecken, die im Extremfall schwerwiegende Schäden anrichten können.

Der häufige Reparaturaufwand der bisherigen Rechenanlage lohnte sich nicht mehr. Seit kurzem ist deshalb eine neue Rechenanlage in Betrieb, die der Bauausschuss der Gemeinde Etzelwang jetzt in Augenschein nahm. Klärwärter Walter Schuster und seine Kollegen erläuterten dem Gremium um Bürgermeister Roman Berr die Funktion und den Nutzen der neuen Anlage.

Rund 150 000 Euro musste die Gemeinde für die neue Rechenanlage investieren. Sie ist so konzipiert, dass auch ankommender Sand herausgefiltert, aufgefangen und je nach Reinheitsgrad für bauliche Zwecke verwendet werden kann. Im Zuge der Arbeiten wurde auch eine kostengünstige Überlauf-Lösung geschaffen, die ankommendes Abwasser - zum Beispiel bei Verstopfungen - zuverlässig in s Klärbecken umleitet.

Für die Zukunft sei zu überlegen, für die Entsorgung des Klärschlammes eine eigene Presse oder Zentrifuge anzuschaffen. Bisher erledige das eine Fremdfirma, doch auf Dauer könnte eine Eigenlösung Kosten sparen. Dafür seien aber noch weitere Informationen und Wirtschaftlichkeits-Berechnungen nötig.
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