Lob für eine noch nicht vollendete Dorferneuerung und den renovierten Gemeindestadl
Etzelwang ist nicht mehr wiederzuerkennen

Prominente Besucher nahmen an der Einweihung des Gemeindestadls teil.
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Etzelwang
13.04.2016
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Robert Pilhofer (rechts) opferte fast seine gesamte Freizeit für die Arbeit im Feuerwehrgerätehaus und Gemeindestadl. Dafür dankte ihm Bürgermeister Roman Berr.

Das ging runter wie Öl: Lob von allen Seiten fanden eine gelungene Dorferneuerung und eine hervorragende Renovierung der Dorfscheune, die in ein Kommunikationszentrum mit herausragendem Ambiente umgestaltet worden ist.

Politiker, Behördenvertreter, Vereine und die Etzelwanger Bürger kamen am Sonntag, um die Ergebnisse zu beachten. Die Dorferneuerung gilt zwar noch nicht als abgeschlossen, aber die Ortsmitte zeigt sich schon in neuer Gestalt. Nach dem musikalischen Willkommen des Posaunenchors Kirchenreinbach, dirigiert von Claudia Vogel, ließen sich die Gäste von den Architekten Markus Rösch und Rupert Wirzmüller Beispiele zeigen.

Von Bürgern für Bürger


Beginnend mit dem Abenteuerspielplatz beim Freibad, führten die Architekten ins Zentrum mit dem öffentlichen Garten und dem umgestalteten Bachlauf, dem renovierten Kriegerdenkmal und dem neuen Oiersingerbrunnen. Den Sektempfang im Gemeindestadl leitete der Gesangverein Etzelwang um Marco Brunner mit Liedbeiträgen ein.

Bürgermeister Roman freute sich, dass trotz der anfänglichen Skepsis mancher eine hervorragende Verschönerung des Orts gelungen sei. Gewissermaßen "von Bürgern für die Bürger" sei sie über Jahre mit beträchtlicher Eigenleistung vorangegangen. Berr erinnerte an Werner Hagerer, der sich für eine Wasserführung nicht nur im Bach, sondern auch in der Fläche, einsetzte. Das Gerinne vom Oiersingerbrunnen zum Etzelbach, in dem seine Vorschläge Wirklichkeit wurden, habe er wegen seines unerwarteten Todes nicht mehr sehen dürfen.

Der Ort sei angesichts guter Ideen der Bürger nicht mehr wiederzuerkennen, habe sich vom Aschenputtel zur Prinzessin gemausert, schwärmte der Bürgermeister. Und zeigte sich überzeugt: "Früher lud Etzelwang zum Durchfahren ein. Jetzt zum Anhalten."

Bundestagsabgeordneter Alois Karl stellte fest, dass Etzelwang reicher geworden sei und die Region aufgewertet habe. Landrat Richard Reisinger sah ein Dorf mit vielfältiger Infrastruktur. Die Zukunft für die Bürger sei stabilisiert worden. Die Landtagsabgeordneten Harald Schwartz und Reinhold Strobl bekundeten ihre Verbundenheit mit Etzelwang und zollten Respekt vor der Leistung bei der Dorferneuerung.

Blütenmeer in Sicht


Leitender Baudirektor Thomas Gollwitzer vom Amt für ländliche Entwicklung bestätigte den Etzelwangern, offen und mutig für neue Wege zu sein. Besondere Freude bereite ihm die Pflanzung von 19 000 Geophyten; frühblühende Pflanzen, die nächstes Jahr das Dorf in ein Blütenmeer verwandeln werden. Bemerkenswert erschien ihm, dass mit Heidi Kellner eine Frau als Vorsitzende die Teilnehmergemeinschaft führt. Seine Anerkennung zollte er auch Gemeinderat Willfried Schmidt.

Den Segen Gottes für das Gebäude, den Ort und seine Einwohner erbaten Pfarrer Markus Vedder und Diakon Markus Weinländer bei einer ökumenischen Weihehandlung. Der Gesangverein Etzelwang ließ die Feierstunde mit dem Etzelwang-Lied passend ausklingen.

Früher lud Etzelwang zum Durchfahren ein. Jetzt zum Anhalten.Bürgermeister Roman Berr


5200 ehrenamtliche ArbeitsstundenAngesichts der viele Aufgaben und Entscheidungen sei er mit seiner Kraft einmal fast am Ende gewesen, gestand Bürgermeister Roman Berr. In dieser Situation habe seine Stellvertreterin Lydia Zahner angeboten, die Bauleitung fortzuführen und mit Architektin Petra Hofmann die Umgestaltung des Gemeinde-stadls zum Abschluss zu bringen. Dafür dankte er seiner Stellvertreterin mit Blumen.

Gleichzeitig würdigte er die zahlreichen Helfer, zu denen auch ein Asylsuchender zählte. Ehrenamtlich Helfer leisteten sie rund 5200 Arbeitsstunden. Allen voran brachte Robert Pilhofer den größten Teil seiner Freizeit und seine Fachkenntnis auf der Baustelle ein. Bürgermeister Roman Berr belohnte ihn mit einem Gutschein für ihn und seine Helfer.

Robert Pilhofer zeigte sich stolz über seine hilfsbereite Mannschaft und versicherte: "Wir schreiben in Etzelwang Geschichte!" (ds)
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