Viele Mitglieder sehen sich nicht in der Lage, ein Vorstandsamt zu übernehmen
VdK Etzelwang denkt an Fusion

Johann Ludwig, Vorsitzender des VdK-Ortsverbands Neukirchen, der frühere Kreisvorsitzende Herbert Göth (von links), Kreisvorsitzende Marianne Kies-Baldasty (Fünfte von links) und der Neukirchener Ehrenvorsitzende Erhard Weber (rechts) unterstützten den Vorsitzenden Ewald Götzl (Zweiter von rechts) beim Versuch, eine neue Vorstandschaft für den Ortsverband Etzelwang zu wählen. Bild: ds
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Etzelwang
08.07.2016
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120 Mitglieder stark ist der VdK-Ortsverband Etzelwang. Zu wenige unten ihnen möchten im Vorstand mitarbeiten. Eine Lösung des Problems könnte in der Nachbarschaft liegen.

Kirchenreinbach. Der Versuch des Ortsverbands Etzelwang, eine neue Führung zu finden, scheiterte an der mangelnden Bereitschaft der Mitglieder, Ämter zu übernehmen. Als Alternative bietet sich nun die Fusion mit Neukirchen an.

Kasse stellt zufrieden


Vorsitzender Ewald Götzl würdigte die große Unterstützung des Kreisverbands Amberg-Sulzbach und der Nachbarn in Neukirchen als er im Gasthaus Glöckner die Jahreshauptversammlung des VdK Etzelwang eröffnete. Er berichtete, dass sein Ortsverband aus 120 Mitgliedern bestehe. Die Aufgaben beschränkten sich auf Geburtstags- und Krankenbesuche. Der Ortsverband erfreue sich einer zufriedenstellenden Kassenlage.

Götzl versuchte vergeblich, einen neuen Vorstand wählen zu lassen. Anwesende Mitglieder führten ihr Alter oder eine angeschlagene Gesundheit ins Feld, als sie die Kandidatur für einen Posten ablehnten. Somit fasste Ewald Götzl den Zusammenschluss mit Neukirchen ins Auge. Der frühere Kreisvorsitzende Herbert Göth bedauerte die Entwicklung im Landkreis Amberg-Sulzbach. Der Mangel an Nachwuchs habe verschiedene Ortsverbände schon so geschwächt, dass Fusionen notwendig wurden. Beim Ortsverband Etzelwang sprach er sich für einen Erhalt der bisherigen Aktivitäten aus.

Ein Zusammenschluss mit Neukirchen sei möglich, müsse aber vom Kreisverband genehmigt werden. Deshalb sollte dort ein entsprechender Antrag eingereicht werden. Sollte es zur Fusion kommen, bat Neukirchens Vorsitzender Johann Ludwig um personelle Unterstützung aus dem Etzelwanger Ortsverband. Gebraucht würden Ansprechpartner, die mit ihrem Bekanntheitsgrad die Verbindung zu den Mitgliedern aufrechterhalten könnten. Bis zur Entscheidung des Kreisverbands Amberg-Sulzbach wird Ewald Götzl den Etzelwanger Ortsverband kommissarisch weiterführen.

Kreisvorsitzende Marianne Kies-Baldasty umriss das vielfältige Aufgabengebiet des Sozialverbands, der sich um Rentner, Behinderte, chronisch Kranke, Pflegebedürftige, Arbeitslose und ältere Mitbürger kümmert. Sie sprach das erfreuliche Ergebnis der Sammlung "Helft Wunden heilen" (HWH) an. Mit den Geldern bekamen Kindergärten finanzielle Hilfen. Außerdem ging an die Tafel in Amberg ein Zuschuss. Der VdK trete für barrierefreie Städte und Gemeinden ein, um auch für Behinderte Chancengleichheit zu erreichen.

9500 Mitglieder im Kreis


Die Kreisvorsitzende prangerte die zunehmende Altersarmut an und beklagte in diesem Zusammenhang die Absenkung des Rentenniveaus auf 43 Prozent bis zum Jahr 2030. Der VdK helfe auch Flüchtlingen. Im Landkreis könne der Kreisverband auf 9500 Mitglieder zählen.
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