Gemeinsame Zahlstelle in Bäckerei Brunner in Etzelwang
Also doch: Banken kooperieren

Sie freuen sich über die Kooperation von rot und blau (von links): Alexander Düssil, Vorstand Sparkasse, 2. Bürgermeisterin Lydia Zahner, Dieter Meier, Vorstandsvorsitzender Sparkasse, Bäckerei-Inhaberin Kathrin Brunner, Frank-E. Kirchhof und Michael Sommer, Vorstandsvorsitzender sowie Vorstandsmitglied Raiffeisenbank. Bild: hfz
Wirtschaft
Etzelwang
29.06.2016
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Wie weit werden die Sparkasse und die Genossenschaftsbanken zusammenrücken, um die Bargeldversorgung ihrer Kunden unkompliziert zu sichern? Das wurde im Streit um die Filialschließungen heiß diskutiert. Eine erste Antwort darauf gibt es jetzt in Etzelwang.

Hier entstand im Landkreis die erste Kooperation der Sparkasse Amberg-Sulzbach mit einer genossenschaftlichen Bank - der Raiffeisenbank Auerbach-Freihung - in Sachen Bargeldversorgung im Einzelhandel: In der Bäckerei Brunner können Kunden beider Institute täglich bis zu 200 Euro abheben - ganz ohne Mindest-Einkaufssumme. Das teilte Sparkassen-Sprecherin Kathrin Schmidt in einer Presseinfo mit.

Auf Nachfrage ist zu erfahren, dass die Initiative für diese Zahlstelle von der Sparkasse ausging, aber nicht erst infolge der Diskussion um die Schließung von vier Filialen seit Mitte 2015, sondern schon davor: Man habe das Projekt vor eineinhalb Jahren angestoßen. Ein "nicht ganz einfacher Weg" sei jetzt in diese Kooperation gemündet, mit der Anfang Juni ein fast 20-jähriger Zeitraum endete, in dem es in Etzelwang keine Bargeldversorgung für die Sparkassenkunden mehr vor Ort gab. "Die Zahlstelle wird von der Bevölkerung sehr gut angenommen, die Rückmeldungen sind durchweg positiv", beschreibt die Sparkasse die Resonanz.

Noch mehr Bündelung


"Wir freuen uns, erstmalig eine Kooperation mit einer genossenschaftlichen Bank einzugehen", unterstrich Sparkassenchef Dieter Meier laut Pressemitteilung. "Angesichts des zunehmenden Kostendrucks in der Branche kommt der Bündelung der Kräfte eine besondere Bedeutung zu", ergänzten Vorstandsvorsitzender Frank-E. Kirchhof und sein Vorstandskollege Michael Sommer von der Raiffeisenbank. 2. Bürgermeisterin Lydia Zahner lobte die Einrichtung der Zahlstelle ebenfalls.

Auch weiteren Kooperationen in dieser Art mit anderen Raiffeisenbanken gegenüber zeigt sich die Sparkasse offen, "um den Kunden einen Mehrwert anbieten zu können".

"Die neue Art der Bargeldversorgung", wie es Vorstandsmitglied Alexander Düssil nannte, bietet die Sparkasse seit 2015 bei ihren S-Cash Partnern in Amberg (Getränkemarkt Buchwald, Klinikum St. Marien) und im Landkreis (Tankstelle Klaus Schmidt, Freihung, Konditorei Weber, Ammerthal, Bäckerei Schuller, Freudenberg, und Metzgerei Reiser, Hohenburg) an. Bei Netto- und Rewe-Märkten könne man diesen Service ab einem Mindesteinkauf in Höhe von 20 Euro in Anspruch nehmen.

Einfaches Abheben, zufriedene Kunden und die Möglichkeit, eine Bargeldversorgung auch in Regionen zu bringen, die bisher aufgrund ihrer Größe keinen Geldautomaten hatten - da schätzt Düssil, dass man diese Methode durchaus noch öfter anwenden wird.
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