Viel mehr als Bier und Brezen
Zweites Dorffest kommt hervorragend an

Freizeit
Etzenricht
07.06.2016
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Nur die Schulkinder haben Pech: Sie müssen ihre Aufführung wegen Regens verkürzen. Alle anderen haben Glück: Das Wetter beim zweiten Dorffest hält aus. Der Rest läuft dank intensiver Vorbereitung und gut gelaunter Gäste wie geschmiert.

Das Risiko, die Vorfinanzierung über die Gemeinde und die Arbeitsgemeinschaft, hat sich gelohnt. 2018 kommt es wohl zur Neuauflage. Am Ende war alles ausverkauft, war Organisator Reinhard Kleber zufrieden. Der Fischereiverein hatte zuvor sein Angebot schon verdoppelt. Auch die übrigen Spezialitäten waren gefragt.

"Es ist faszinierend, wie unsere freiwilligen Helfer aus allen Vereinen fleißig und harmonisch zusammenarbeiten", kommentierte Ulrich Danzer, der für die Technik und vieles mehr zuständig war. Profitiert hat auch ein Stück weit die Patenschaft mit Algund. 20 Jugendliche und 20 Erwachsene aus Südtirol feierten mit. Die im Dorf lebenden Flüchtlinge und der "Helferkreis Asyl" servierten an der Friedenseiche Spezialitäten aus Aserbaidschan, Armenien oder dem Iran, etwa Falafel. Daneben gab es unter anderem Hollerkücheln oder Pizza aus dem Siedler-Backofen, Haxen am Feuerwehrhaus sowie Trauben, Speck und Vinschgauer zum Wein aus Südtirol.

Am Nachmittag verlegte sich der Schwerpunkt von der "Fressmeile" im oberen Dorf in Richtung Festplatz auf dem Gmeiner-Anwesen Richtung Helmut-Hückmann-Platz und Bauhof. Die Band "Church Pistols" mit Schlagzeuger Hans-Peter Pauckstadt-Künkler beendete daher ihr Engagement auch früher als geplant. "Schade, die spielen die Songs aus unserer Jugend", bedauerte Uli Schlosser.

Bienen und Bildershow


Beim nächsten Mal wollen es die Verantwortlichen noch besser machen: Die Stationen sollen im Ortskern näher zusammenrücken. Trotzdem: "Eine ausgezeichnete Resonanz", bestätigte Margit Anspann, die für die "Sehleute" in der Ausstellung historischer Fotos und der Multimediashow im Rathaussaal zuständig war. Auch die Bilderausstellung im evangelischen Gemeindehaus hatte viele Besucher zu verzeichnen. Karl Waldeck und Paul Klinger zeigten im "Graser-Hof" die wichtigsten Schritte im Imker-Handwerk und durften Neumitglieder gewinnen.

Bestens besucht und beklatscht waren die Aufführungen der Schulkinder im Hof des Hammer-Anwesens. Schon die Titel versprachen Kurzweil: "Das Wandelmonster Waldemar", "Mate, die Katze", "The Seasons" und "Auld lang syne".

Mit der Tanzeinlage zum Song "Ouky, Kouky" zeigte die AG Tschechisch ihre Sprachfertigkeiten. Die Theater-AG gefiel mit dem Stück "Einzahl-Mehrzahl". Zuvor beklatschte das Publikum die mit farbenprächtigen Dirndln und Lederhosen tanzenden Kindergartenkinder. Am Abend konzentrierte sich das Geschehen auf das Zelt, wo die Blaskapelle aufspielte. Nach einem 17-Stunden-Tag war auch Bürgermeister Martin Schregelmann glücklich. "Ich schätze so zwischen 2000 bis 2500 Gäste bis heute Abend. Der Einsatz der 180 freiwilligen Mitarbeiter hat sich somit gelohnt."
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