Zeltlager der UPW beliebt wie eh und je
Fünf Tage Ausnahmezustand

Gute Stimmung herrschte bei den Zeltlagerkindern und beim Betreuerteam, selbst als statt Badesachen Fleece-Jacken angesagt waren. Mittelpunkt des Lagerlebens war die zentrale Feuerstelle, die manchmal auch als Kochplatz diente. Bild: war
Freizeit
Etzenricht
07.08.2016
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Zuletzt hatte die UPW vor zwölf Jahren ihr Zeltlager im Naturerholungsgebiet "Magdalenental" aufgeschlagen. Dass der Standort öfter wechselt, passt ins Gesamtbild. Die Veranstalter wollen jedes Jahr neue Ideen ins Lagerleben bringen.

"Den Kindern wird bei der Gestaltung des Lagers immer Mitspracherecht eingeräumt", betont Leiter Uli Danzer. Fast 40 Mädchen und Buben zwischen 7 und 13 Jahren und ein paar Ältere waren es diesmal. Zwei Drittel waren Mädchen. "Das schafft ein gutes Klima und erleichtert unsere Aufgabe", ist sich Danzer sicher. Denn die Jungs hätten zwar mehr Bewegungsdrang, benötigten aber auch mehr persönliche Betreuung und Animation, während sich die Mädels individuell oder in der Gruppe mehr selbst beschäftigten.

Fünf Tage leben sie im Zeltdorf, für die Betreuer-Crew kommen zwei Tage Auf- und Abbau dazu. Die Ausstattung ist im Laufe der Jahre immer weiter angewachsen. Sie wird nach dem Lager beim zweiten Bürgermeister Hans Beutner gebunkert.

Die UPW bietet ein Dutzend Jugend-Betreuer und sieben bis neun Erwachsene auf. Letztere sind teils seit mehr als zehn Jahren dabei. Die jugendlichen Betreuer stellten das Programm zusammen.

Dazu zählten eine Wanderung ins Krimmer Tal oder rund um das Magdalenental, ein Besuch im Industrie- und Strom-Museum in Theuern, eine Tour zum Piratenspielplatz in Amberg, ein gemeinsamer Tag mit den Gästen aus dem HPZ, und eine Disco samt Wettbewerb "Das Zeltlager sucht den Superstar". Beim Besuch fällt die entspannte Atmosphäre auf. Trotz Nieselregens kam keine schlechte Stimmung auf.

Ohne Handy geht's auch


Das Erstaunlichste schildert Teamer Thomas Zupfer: "Niemand vermisst Handy, Laptop oder andere Technik." Der nahe Weiher lockte an den sonnigen Tagen zum Baden. Beim Essen wird darauf geachtet, dass Gemüse, Salate und Obst dabei sind. "Mir gefallen die Gruselgeschichten am Lagerfeuer am besten", legt sich Lena auf der Frage nach den schönsten Erlebnissen fest. "Das Essen find ich toll", meint Markus. "Bei Dunkelheit Feuer schüren, die vielen anderen Kinder zum Spielen und dass mein Bruder dabei ist", sagt Yannik. "Alles gut hier und lustig, dass wir nicht ständig duschen müssen. Weniger lustig ist, dass meine Mama als Betreuerin dabei ist", urteilt André.
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