750-Jahr-Feier im Blick

Die Zuhörer in der Bürgerversammlung hatten nur wenige Fragen an Rathauschef Martin Schregelmann (stehend, rechts). Bild: war
Lokales
Etzenricht
02.12.2014
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Das Interesse an der Bürgerversammlung im Gasthof Riebel hielt sich in Grenzen. 43 Zuhörer waren gekommen. Zur geplanten Edeka-Ansiedlung erfuhren die Bürger nichts Neues.

Helmut Bruckner wollte wissen, ob für die überarbeitete Ortschronik auf Unterlagen verwendet werden, die vor zwei oder drei Jahrzehnten schon einmal ausgearbeitet wurden. Bürgermeister Martin Schregelmann verneinte dies. Die Familie des zwischenzeitlich verstorbenen Chronisten verfüge über keine Daten. Inzwischen knüpfe die Gemeinde Kontakte zur Uni Regensburg und hoffe auf Zuarbeit durch Studenten. Bis zur 750-Jahr-Feier im Jahr 2020 soll alles fertig sein.

Bruckner stellte auch fest, dass das Auffüllen des Festplatzes viel Geld koste. Schregelmann antwortete, dass Edeka den Ausbau des Grundstückes eigenständig erledigen lasse, auch Verfüllungen, sollten diese notwendig sein.

Radweg nicht allzu teuer

Mit einer Grafik bekam Josef Meier auf Anfrage die neue Zufahrtsregelung an der Haberstumpfmühle aufgezeigt. Mündlich lägen die Zusagen der Behörden bereits vor. Weitere Details dazu gibt es bei der Informationsveranstaltung am 10. Dezember im Heim St. Nikolaus.

Franz Maier hegte Zweifel, ob ein Radweg Etzenricht-Kohlberg gut angenommen werde. "Ich habe prinzipiell nichts gegen Radwege, Priorität hatte für mich aber die Strecke nach Luhe-Wildenau." Dazu verwies Schregelmann auf die sinnvolle Verknüpfung zwischen den Landkreisen Amberg-Sulzbach und den Städten Weiden und Amberg, die mit dem Ausbau des Teilstücks Kohlberg-Etzenricht ohne größere Kosten für die Gemeinden möglich werde. Schregelmann hofft auf eine höhere Schlüsselzuweisung, nachdem die Steuerrückzahlung von knapp einer Million Euro abgegolten ist. "Allerdings brauchen wir einige Jahre, bis unser ehemaliges Polster wieder aufgebaut ist."

Kanal- und Wassersystem seien gut in Schuss, betonte der Rathauschef. Die Hühnerfarm Paulus wird diese Woche ans Kanalnetz angeschlossen, die Versorgung ist damit komplett. Die neue Rechenanlage für die Kläranlage wird voraussichtlich erst 2015 installiert. Die Bürger können zur Kosteneinsparung beitragen, wenn sie Hygieneartikel, Wattestäbchen und Ähnliches nicht ins Klo werfen.

Nach kurzer Ausbauzeit von etwa einem halben Jahr ist die Breitbandversorgung auf dem neuesten Stand. 50 bis 100 Megabits sind seit kurzem machbar. Sanierungen liefen am Feuerwehrhaus, am Pumpenhaus an der Naab und am Bauhof. Ferner wurden Risse und Ausbrüche in den Straßen ausgebessert, alte Wasserschieber ausgewechselt, alte Bäume zugeschnitten und gesichert. Die Vereine genießen "noch" die kostenlose Nutzung der Schulturnhalle.

"Etzenricht ist ein begehrter Standort für Bauwillige", ist sich Schregelmann sicher. Die Grundstücke in der Martin-Wallinger-Straße hätten sich gut verkauft. Als kommendes Projekt steht die Sanierung der Haidenaabbrücke zumindest nach der Investitionssumme ganz oben. Dazu kommen Fahrradwege nach Oberwildenau und Kohlberg. stehen auf der Agenda. In der Planung befindet sich ein Baugebiet mit neun Parzellen "Am Festplatz". Das erste Dorffest sei ein Erfolg gewesen, freute sich das Gemeindeoberhaupt auf eine Neuauflage.
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