Ehrenzeichen und viel Lob

Lokales
Etzenricht
28.04.2015
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Geschliffene Diamanten, die hoffentlich noch viele Jahre funkeln, Vorbilder von unschätzbarem Wert. Ein Lob nach dem anderen gab es für langjährige Wehrmänner. Sie erhielten Ehrenzeichen des Freistaats.

"Er soll Nerven wie Drahtseile haben und gleichzeitig perfekt mit der Technik umgehen können. Er soll kräftig zupacken und sich gleichzeitig in andere einfühlen können. Er braucht einen guten Riecher, wo in einem brennenden Haus noch jemand zu retten ist und einen nicht zu empfindlichen Geruchssinn mitten im Qualm. Die Rede ist vom Feuerwehrmann." Mit diesen Worten eröffnete Kreisbrandmeister Wolfgang Schwarz die Verleihung der Ehrenzeichen an Kameraden aus den Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Weiherhammer.

Silber und Gold

"Der Einsatz und die Zuverlässigkeit verdienen Anerkennung und Respekt", sagte Schwarz. "Die Persönlichkeiten, die das Ehrenzeichen erhalten, engagieren sich in vorbildlicher Weise für ihre Feuerwehren und damit für die Allgemeinheit und haben sich dadurch außerordentliche Verdienste erworben." Stellvertretender Landrat Albert Nickl überreichte mit Kreisbrandinspektor Georg Tafelmeyer und Kreisbrandmeister Wolfgang Schwarz die Abzeichen in Silber für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst an Thomas Kern (Etzenricht), Andreas Weber und Wolfgang Pöllath (Weiherhammer), Alexander Dippl und Markus Kummer (Kaltenbrunn), Manfred Häring, Martin Gießübl und Martin Seiler (Hannersgrün) sowie Jürgen Weber und Stefan Frank (Werksfeuerwehr Pilkington).

Das Ehrenzeichen in Gold für 40 Jahre erhielten Franz Smola und Werner Uschold aus Etzenricht, sowie Hans Häring und Wolfgang Kraus aus Hannersgrün. "Wenn die Sirene heult, ist der Einsatz durch die Feuerwehren immer gewährleistet. Beispielhafte Leistungen tragen dazu bei, dass die Feuerwehr in der Wertschätzung der Bevölkerung ganz oben angesiedelt ist", sagte Nickl. Er bezeichnete die Jubilare als Vorbilder für die junge Generation.

Feuerwehr im Wandel

Kreisbrandinspektor Georg Tafelmeyer nannte den Dienst für die Feuerwehr eine Lebenseinstellung und Berufung. Es sei nicht selbstverständlich, an 365 Tagen im Jahr im Notfall parat zu stehen, um den Mitmenschen zu helfen. Tafelmeyer berichtete von zahlreichen Einsätzen die den Feuerwehrleuten alles abverlangten, zum Beispiel den Großbrand in Münchsreuth. "Früher standen viele Leute, aber wenig Ausrüstung zur Verfügung. Heute hat sich das Verhältnis umgedreht", betonte Tafelmeyer. Deshalb sei es wichtig, die Jugend für die Feuerwehr zu gewinnen. Die Jubilare bezeichnete Tafelmeyer als "geschliffene Diamanten, die hoffentlich noch viele Jahre funkeln und der Jugend leuchten".

Bürgermeister Martin Schregelmann pflichtete seinen Vorredner bei. Die Ehrenamtlichen verdienten Respekt. Die kleine Formation der Etzenrichter Blaskapelle umrahmte die Feier im Gasthaus Riebel.
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