Eine wahre Energieleistung

Lokales
Etzenricht
27.10.2014
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Die Aufgabe war nicht leicht. Schließlich hatte sich am Samstag beim SV Etzenricht Tabellenführer SpVgg Ruhmannsfelden angesagt. Aber die Mannschaft von Bernd Rast zeigte dem Team aus Niederbayern, dass auch in der Oberpfalz guter Fußball gespielt wird.

(war) Mit einer Energieleistung, vor allem nach einer Steigerung nach dem Wechsel, besiegte der SV Etzenricht zum Rückrundenauftakt den Tabellenführer und erklärten Favoriten aus Ruhmannsfelden mit 4:1. Die Elf aus dem Bayerwald behält wegen der ebenso schwächelnden Konkurrenz aus der Spitzengruppe dennoch den Platz an der Sonne.

Gewarnt hatte SpVgg-Trainer Rudi Damberger seine Mannschaft zur Genüge, denn er hatte den SVE in Hutthurm beobachtet und bestätigte, dass die Rast-Elf über eine Stunde lang dort den besseren Fußball als die Gastgeber zeigten. "Für mich war schon vor dem Spiel klar, dass Etzenricht stärker ist, als es der Tabellenplatz vermuten lässt. In der ersten Halbzeit haben wir gut gepresst und waren der aktivere Teil", so die Stellungnahme des Gäste-Coaches. Er sah sein Team auch bei den Chancen in den ersten 45 Minuten im Plus. Johannes Wittenzeller (26.) bei einem schnell vorgetragenen Angriff, Florian Vogl bei einem Schuss aus der Distanz und Martin Kress hatten die Gelegenheiten zur Gästeführung. Michael Müller, der athletische SpVgg-Stürmer führt die Torjägerliste der Liga an, trat zwei Mal in Erscheinung. Er deutete seine Ausnahmestellung beim einzigen Aussetzer der SVE-Deckung unmittelbar nach der Pause (46.) an. Während die Etzenrichter Abwehrreihe den Ball im Aus und einen Pfiff erwarteten, schaltete er am schnellsten und traf aus dem Stand den Außenpfosten. Sein 17. Saisontreffer gelang im in der Nachspielzeit, als er eine Ecke von rechts mit einem schulmäßigen Kopfball in die Maschen setzte. Das war es aber auch schon. Damberger gestand ein: "In Halbzeit zwei konnten wir nicht mehr viel zusetzen, das Ergebnis geht auch in der Höhe in Ordnung wir sind zurück auf dem Boden der Tatsachen und ziehen unsere Lehren daraus." Nach dem Warnschuss Müllers dominierte die Rast-Elf, nicht nur mit dem kämpferischen Element, sondern auch mit richtig gutem Kombinations-Fußball und schön vorbereiteten Treffern. Möglich, dass die Gäste aus dem Bayerwald auch dem hohen Tempo im ersten Abschnitt Tribut zollten.

Zunächst wuchtete Martin Pasieka einen von Marco Lorenz perfekt getimten Eckball ins Tor, sein zweiter Streich gelang ebenfalls nach einem Eckball. Nachsetzen lohnt sich, war die Devise, denn mit Vollspann hämmerte der Stürmer das von der Latte abprallende Spielgerät zum 2:0 über die Linie. Ein exakt aus 18 Metern mit feinem Timing in die untere Ecke gezirkelter Freistoß von Lorenz schuf endgültige Klarheit, das 4:0 ging auf die Kappe von Andreas Schimmerer. Bastian Kilger versuchte es mit einer Grätsche und leitete den Ball ins eigene Tor um.

SVE-Trainer Bernd Rast sprach von einer "Weiterentwicklung und von einem gesteigerten Selbstbewusstsein" seiner Mannschaft. Sonderlob gab es für Konstantin Graßl, der Torjäger Müller abschirmte, für den zweifachen Torschützen Pasieka und für die Routniers Klaus Herrmann und Lorenz, die zunehmend für mehr Zugriff im Mittelfeld gesorgt hatten.
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