Etzenricht schuldenfrei

Lokales
Etzenricht
27.07.2015
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Fällige Beschaffungen und das Absegnen des Haushalts beschäftigte 2014 die Räte in der Juli-Sitzung. Das von Kämmerer Günther Hirmer ausgearbeitete Zahlenwerk zeugt von wiedererlangtem finanziellen Spielraum.

470 000 Euro kamen vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt. Der Bestand der Rücklagen kletterte 2014 von 118 000 auf knapp über eine halbe Million Euro. Die Gemeinde ist schuldenfrei. Die Jahresrechnung weist im Verwaltungshaushalt 2 2279 873 Euro aus, mit dem Vermögensetat (880 278 Euro) beträgt der Gesamthaushalt des Vorjahres 3 160 150 Euro.

Umklarheiten ausgeräumt

Im Juni hatte der Rechnungsprüfungsausschuss unter Federführung von Gabriela Bäumler (UPW) seine Pflicht erfüllt. Mit der Anmerkung, "bestehende Unklarheiten wurden aus dem Weg geräumt" schloss die Gemeinderätin ihren Bericht. Eine Rechnung für einen Beamer im Wert von 750 Euro war doppelt bezahlt worden. Irrtümlich wurden Original und Kopie gebucht. Bäumler monierte, dass häufig die Rechnungsanschrift der VG statt der Gemeinde verwendet werde. Diesen Einwand entkräftete Bürgermeister Martin Schregelmann mit der Stellungnahme des Bauamts. Demnach würden zunehmend Synergie-Effekte genutzt, Einkaufsvorteile für alle VG-Gemeinden durch Sammelbestellungen erzielt. Inzwischen liefen 60 Prozent der Aufträge über das Internet, der Verwaltungsaufwand, eigene Daten zu hinterlegen und zu pflegen, wäre für jede Gemeinde zu groß. "Das Landratsamt beanstandet diese Handlungsweise nicht", fügte Schregelmann hinzu. In Ordnung war auch der Pauschalpreis für den Rückschnitt von zwei Eichen nach der vom Ausschuss initiierten Prüfung. Plausibel erschien am Ende auch die Summe von 2200 Euro Telefonkosten für den Bauhof. Verteilt auf die Anzahl der Mobil- und Festnetzanschlüsse, Anschlüsse für Feuerwehr und Bauhof, Verwendung des Internets für die Steuerung von Anlagen rechtfertigten diesen Betrag.

Kosten im Auge behalten

Dennoch sollen die Entwicklung der Kosten und verbesserte Konditionen im Auge behalten werden. Auf Rückfrage der Prüfer rechtfertigte der Rathauschef auch die Beschaffung von Handbüchern zum Gemeinderecht für den Gemeinderat (252 Euro). Auch die zusätzliche GEZ-Gebühr für mehrfache Nutzung erwies sich als legitim.

Zudem erörterten die Räte die Beschaffung eines neuen Feuerwehrautos. Die Investition ist bis 2019 vorgesehen. Modelle werden Anfang September besichtigt. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf 350 000 Euro, davon werden 100 000 Euro staatlich gefördert. Somit werden 250 000 Euro in den Haushalt für 2018 oder 2019 eingestellt.
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