Etzenrichter Siedler ehren die Gewinner des Blumenschmuckwettbewerbs
"Das Lächeln der Natur"

Lokales
Etzenricht
27.10.2014
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Kein anderer Satz kann das Thema der Siedlergemeinschaft trefflicher beschreiben als der des Weidner Komponisten Max Reger, den der Bezirksvorsitzende des Verbandes Wohneigentum, Christian Benoist, in seiner kleinen Ansprache in der Vordergrund rückte: "Blumen sind das Lächeln der Natur. Es geht auch ohne sie, aber nicht so gut."

Drei Dutzend Bewerber

Anlass des Treffens der Siedlergemeinschaft war die Erntedankfeier, verbunden mit der Preisverleihung des "Blumenschmuckwettbewerbes 2014". Fast drei Dutzend Hausbesitzer aus dem Dorf nahmen in diesem Jahr teil, Vorsitzende Ingrid Mehlhorn zeichnete 15 davon aus, vergab im Zusammenwirken mit der Jury sechs dritte, fünf zweite und vier erste Plätze im Wettbewerb. Zusammen mit Benoist und zweitem Bürgermeister Hans Beutner ehrte sie die Gewinner.

Den dritten Platz belegten Irmgard Benedikt, Marianne Binner, Birgit Frenzl, Elfriede Hofen, Kerstin Mehlhorn und Erna Müller; den zweiten Rang nahmen Gudrun Erdelt, Mathilde Schmidt, Ingrid Kern, Margarete Windisch und Ingeborg Michler ein; über den ersten Platz durften sich Martha Windisch, Andrea Schregelmann, Marga Bruckner und Brigitte Meier freuen. "An einem heißen Sommertag haben wir uns aufgemacht, 34 Anlagen zu besichtigen und zu bewerten. Dabei sahen wir herrliche Gärten, blühende Balkone, wunderschöne Pflanzen, reichliche Obst- und Gemüseanbauten", leitete die Vorsitzende ihren Bericht von den Aktivitäten der Juroren und ihre Lobrede ein.

Die Beteiligten nahmen die Gelegenheit wahr, Gärtnermeister und Jury-Mitglied Hermann Zierer um fachlichen Rat zu fragen und erhielten kompetente Vorschläge und praktische Tipps. Das Ergebnis und die Höhepunkte rief eine Bilderschau von Anneliese und Dieter Neumann im Anschluss an die Ehrung noch einmal eindrucksvoll in Erinnerung. Die Neumanns zeigten ihr Können mit der Kamera und den geschulten Blick für die farbige Pracht. Dies galt auch für die am Ende professionell präsentierte Bildergalerie von der Landesgartenschau in Deggendorf, die das Ziel eines Ausfluges war.

In den Redebeiträgen schwangen auch Warnungen und Kritik am Konsumverhalten der Gesellschaft mit. "Blumen sind das Lächeln der Erde", zitierte Benoist, ergänzte aber dazu fragend: ,"Wie lange ist es unserer Erde noch möglich zu lächeln." Dabei sprach er Mankos wie das Zweckentfremden von Lebensmittel als Spekulationsobjekte an. "Es kann nicht sein, dass pro Kopf und Jahr 43 Kilogramm Nahrungsmittel wegen ablaufender Mindesthaltbarkeit entsorgt werden", so ein weiterer Punkt. Den Sinn der Pflege eigener Gärten formulierte er so: "Abschalten, Entspannen und Genießen."

Umdenken gefordert

Auch Hans Beutner als Vertreter der Gemeinde forderte ein Umdenken in der Gesellschaft ein, sprach in Stichworten von "Scheinheiligkeit, Überproduktion und Maiswahn in der Weltwirtschaft". Auf einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur wies abschließend auch Pfarrer Heribert Engelhardt hin. "Blumen sind faszinierend, jede für sich ist ein Wunderwerk an Farbe und Form." Dabei dürfe nicht vergessen werden, dass sie trotz Aufmerksamkeit, Pflege und Zucht "Geschenke aus der Hand Gottes" darstellen.

Das Interesse an der Veranstaltung war sehr groß, denn der Saal des Albert-Weidner-Hauses der evangelischen Kirchengemeinde am Helmut-Hückmann-Platz war bis auf den letzten Platz gefüllt, die Wettbewerbs-Gewinner und die tolle Bilder-Präsentation ernteten Beifall.
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