Franz Bodensteiner erklärt Obstbaum-Veredelung
Gesund und kräftig

Lokales
Etzenricht
16.04.2015
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Seit Mitte Dezember ist Franz Bodensteiner mit dem Schnitt von Reisern beschäftigt, die er zum Veredeln von Obstbäumen benötigt. "Die Edelreiser tragen die Erbinformation der Mutterpflanze in sich", informierte der Experte die Siedlergemeinschaft im Garten von Vedor Teuber.

Kopulation, Rindenpfropfen und die Geißfußmethode sind die seiner Meinung häufigsten Veredelungsmethoden. Grundsätzlich verwende man nur kräftige, einjährige Triebe, die in der Kronenspitze gewachsen sind. Die Blattknospen an diesen Trieben ergeben später den Neuaustrieb.

Außerdem sei es wichtig, nur gesunde Edelreiser zu schneiden. "Nur die wachsen gut an und bringen den gewünschten Erfolg." Bis zum Veredeln lagere man die Reiser kühl, feucht und dunkel. Wichtig beim Schneiden der Edelreiser sei, dass sie in Saftruhe sind. Der beste Zeitpunkt sei zwischen Anfang Dezember und Ende Januar.

Die Kopulation wird laut Bodensteiner im Spätwinter durchgeführt. "Wichtig ist, dass Unterlage und Edelreis gleich stark sind. Am Edelreis wird ein gleichlanger, planer Schnitt gesetzt, damit keine Unebenheiten einem Verwachsen entgegenstehen. Bei der Kopulation mit Gegenzunge werde an Unterlage und Edelreis ein weiterer Schnitt angebracht. "Danach werden die Partner vorsichtig ineinandergeschoben."

Beim Rindenpfropfen werde Edelreis hinter die Rinde der schon in Saft stehenden Unterlage gepfropft. Die Geißfußmethode sei ein Verfahren, bei dem zwei ungleich starke Veredelungspartner zusammengefügt werden, informierte der Experte, der die verschiedenen Methoden detailliert und anschaulich erklärte.
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