Gemeinderat lehnt neuen Ansatz für Ferienbetreuung ab - Neue Ortschronik bis 2020
Kein Interesse an "Learning Campus"

Lokales
Etzenricht
23.12.2014
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Diskussionsbedarf zur Bürgerversammlung bestand im Gemeinderat nur begrenzt. Um die bis 2020 zu erstellende Ortschronik soll sich ein loser Arbeitskreis kümmern. Interessenten haben sich inzwischen gemeldet, eine Etzenrichterin arbeitet bereits an einer Übersetzung der vorliegenden, bis 1933 reichenden Chronik. Zudem hofft die Gemeinde auf Hilfe aus der Uni Regensburg. Vor allem gilt es, die Zeit zwischen 1933 bis 1960 mit Zeitzeugen zu besprechen und Material zu sichten.

Bürgermeister Martin Schregelmann nahm zu den geplanten Radwegen Stellung. Bei der Trasse nach Kohlberg sei die Nachbargemeinde wegen der Grundstücksverhandlungen gefragter als Etzenricht. Der Weg nach Luhe ist beantragt und wird wohl mittel- bis langfristig in die Planung aufgenommen. "Dieser hätte perfekt in die vor Monaten schon fertige Gesamtsanierung gepasst. Alle Fraktionen wollten das haben", kommentierte Rudolf Teichmann (SPD).

Intensiv erörterten die Räte das Fortbildungsprogramm "Learning Campus" für die Ferienbetreuung von Etzenrichter Kindern. "Das Programm hat was und ist mal was ganz anderes", meinte Reinhard Kleber (CSU), "Ein kompetentes Angebot, die Firma hat einen guten Ruf in der Ganztagsbetreuung", ergänzte Gabriela Bäumler (UPW).

Ulrich Danzer (UPW) brachte die Co-Finanzierung der Gemeinde über eine Deckelung ins Spiel. Der Hintergrund: 60 Euro pro Woche hätten interessierte Eltern zu bezahlen, die gleiche Summe die Gemeinde. Und an den Kosten, aber auch an den Spielregeln scheiterte die Offerte. "Sicher eine sinnvolle Sache, aber muss alles auf die Gemeinden abgewälzt werden?", fragte Kleber.

Auf ein Ungleichgewicht machte Schregelmann aufmerksam: "Während die UPW bei ihrem Zeltlager seit vielen Jahren eine ähnliche Leistung bringt und vergleichsweise leer ausgeht, kämen hier Kosten auf uns zu, und unsere freiwilligen Leistungen sind ohnehin groß." Renate Müller (CSU) verwies darauf, dass vor kurzem eine Umfrage zur Ferienbetreuung ergaben hatte, dass kein Bedarf bestehe. "Mir fehlt hier jegliche soziale Komponente, darauf bieten die Regeln keinen Zugriff", argumentierte Teichmann. Am Ende lehnten alle ab.

Bei den Weihnachtswünschen betonten alle Fraktionen die Bereitschaft zum Konsens. Dazu passte die am Ende bekanntgegebene Erhöhung der Schlüsselzuweisung um 131 Prozent auf 1 091 800 Euro. Das schafft Spielraum für 2015.
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