Gemeinderatssitzung: Statistiken vorgelegt, Zuschüsse abgesegnet und Strombeschaffung geregelt
Mehr Delikte, weniger Unfälle

Ab 1. Mai wird die Schulbushaltestelle für die Kohlberger Kinder wieder in die Bahnhofstraße verlegt. Die Situation in der Weidener Straße während des Testzeitraumes, rechts der Bus und links die parkenden Autos, wird als gefährlich und unübersichtlich gesehen. Bild: war
Lokales
Etzenricht
20.04.2015
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Ab 1. Mai wird die Schulbushaltestelle wieder an das Bushäuschen gegenüber dem Anwesen Schätzler in der Bahnhofstraße zurückverlegt. Die Erfahrung habe gezeigt, dass der Standort Weidener Straße noch gefährlicher als der alte sei, hieß es in der Gemeinderatssitzung. Reinhard Kleber (CSU) wies darauf hin, dass in der Einfahrt Schustergasse wiederholt Unfälle passiert seien und dadurch eine Geschwindigkeitsbegrenzung notwendig sei. Vorgelegt wurde die Kriminalitätsentwicklung. 33 Delikte sind für 2014 notiert, der Durchschnitt liegt bei jährlich 20,6 Fällen. Die Anzahl der Verkehrsunfälle bewegt sich bei 20 und damit unter dem Niveau der Vorjahre. Wer Interesse an Details hat, kann die Aufstellung in der Gemeindekanzlei einsehen.

Unterstützung für SV

Gute Nachricht gibt es für die Kinder aus den Siedlungsgebieten "Schustergasse" und "Steigacker": Der Gemeinderat bewilligte neue Geräte wie einen Kletterturm und eine Wippe für die Spiellandschaft auf dem Platz in der "Schustergasse". Ohne Aufbau kosten die Elemente 7400 Euro. Die Kindergartenabrechnung bezog sich ausnahmsweise auf 16 statt 12 Monate, da der Zyklus ab sofort auf Kalenderjahre umgestellt wird. Für den Zeitraum wies die Bilanz Einnahmen von rund 299 000 Euro und Ausgaben von etwas mehr als 311 000 Euro auf. Somit fiel ein von der Kommune zu deckendes Betriebskostendefizit von 12 646 Euro an. Da die Gemeinde zusätzlich aus Bundesmitteln einen Zuschuss von 8000 Euro erhält, minimiert sich der Betrag auf unter 5000 Euro für 16 Monate. Im Abrechnungszeitraum 2012/13 belief sich das Defizit (für 12 Monate) auf 21 750 Euro. Größter Ausgabenposten waren die Personalkosten: 290 000 Euro.

Die Gemeinde greift dem SV unter die Arme und gewährt einen Betriebskostenzuschuss von 1300 Euro und einen Zuschuss für Baumaterial von 2500 Euro für die Instandhaltung der Anlagen. Notwendig wurde dieser, da der Verein im Vorjahr ein Defizit im Haushalt verkraften musste. Die Beschaffung eines neuen Rasentraktors, gekoppelt mit dem Verkauf des vorhandenen, wurde vom Gremium generell abgesegnet. Da nur ein Angebot vorlag, wurde die Entscheidung für den infrage kommenden Typ zurückgestellt. Weitere Alternativen sollen auf den Prüfstand. Die Feuerwehr wird mit Digitalfunk ausgerüstet. Die Grundausstattung für 9335 Euro wird vom Kommandanten Michael Roith in Auftrag gegeben. Von der Regierung der Oberpfalz fließt ein Förderanteil von 5417 Euro ein. Für weitere Ausrüstungsgegenstände investiert man 1900 Euro.

Beschlossene Sache ist eine Beteiligung an der Bündelausschreibung für die kommunale Strombeschaffung für 2017 bis 2019. Bei einem Jahresbedarf der Gemeinde von über 200 000 Kilowattstunden bezifferte Bürgermeister Martin Schregelmann die Einsparung mit 4000 Euro, die Kosten für die Beteiligung betragen hingegen nur etwa 900 Euro.

Mehr Interesse zeigen

Schregelmann wies die Fraktionen darauf hin, dass am 28. April wahrscheinlich im Rat der Flächennutzungsplan "Festplatz", verbunden mit der geplanten Errichtung eines Marktes, abgesegnet wird. "Ich habe das Interesse aus dem Gemeinderat vermisst und hoffe, dass beim zweiten Termin sich mehr Gemeinderäte aktiv einbringen", sagte der Bürgermeister zu der Beteiligung am "Arbeitskreis Dorfchronik". Die nächste Sitzung ist am 29. April.
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