Geschichte weiterschreiben

Lokales
Etzenricht
31.03.2015
0
0

Die "Chronik eines Bauerndorfes" reicht bis 1938. Im Vorwort lässt der Verfasser wissen: "Aus Liebe zur Heimat, zu Gedenken der Ahnen, den Lebenden zum Nachdenken, schreibe ich das Buch." Die Etzenrichter wollen nun das Werk weiterführen.

Bürgermeister Martin Schregelmann kündigte an, am Zeitdokument anknüpfen zu wollen. Er möchte dafür sorgen, dass die Zeit ab 1939 in einer Nachfolge-Broschüre abgebildet und beschrieben wird. Aus diesem Grund trafen sich Bürger, die am Thema interessiert sind und bei der Umsetzung mithelfen wollen, im Rathaus.

Fix ist der Termin. Bis zur 750-Jahr-Feier im Jahr 2020 soll die neue Ausgabe fertiggestellt sein. "Der Kreis ist klein. Ich hoffe, dass sich bei den folgenden Treffen zusätzlich Leute aus der Ortschaft beteiligen", sagte Schregelmann. Er bedauerte die schwache Resonanz und gab der Gruppe den Namen "Arbeitskreis Dorfchronik". Für alle, die dazustoßen wollen: Die nächste Besprechung geht am Mittwoch, 29. April, im Sitzungssaal des Rathauses über die Bühne.

In den nächsten Wochen werden Informationen gesammelt und gebündelt. Ein Schreiben geht an die Vereine, kirchliche Institutionen und Parteien. Die Verantwortlichen werden gebeten, systematisiert die Vereinsgeschichte aufzulisten, Festzeitschriften und Bilder aus den zurückliegenden Jahrzehnten zu liefern. Auch Zeitzeugen sollen nach besonderen Erlebnissen befragt werden. Im kleinen Kreis wurden bereits Namen genannt, die sich für Interviews und Gespräche anbieten.

Ferner will der Arbeitskreis das Archiv des Neuen Tags nutzen und alte Ausgaben auf spannende Geschichten durchforsten. Menschen aus den Nachbarorten, die sich seit längerer Zeit mit dem Thema befassen, sollen um Beratung gebeten werden. So zum Beispiel Fritz Heiß aus Maierhof oder Karl Prösl aus Kohlberg. Kontakte bestehen auch nach Rothenstadt und Weiherhammer. Angedacht ist außerdem das umfassende Bilder-Archiv des vor Jahren verstorbenen Foto-Pioniers Karl Richtmann zu sichten und zu nutzen.

Margit Anspann, die über Erfahrung in der Familienforschung verfügt, will sich um die Erforschung der Historie alteingesessener Bauernhöfe kümmern. Weitere Informationen sollen die Sitzungsprotokolle aus dem Gemeinderat bringen. Sie müssen aber zunächst archiviert werden. Anhand von bereits digitalisierten Bildern und Postkarten, überwiegend in Schwarz-Weiß, zeigte der Bürgermeister noch Beispiele für eine gelungene Darstellung des Ortes und dessen Entwicklung auf.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.