Investieren und sparen

Lokales
Etzenricht
27.05.2015
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Über eine Stunde lang widmete sich der Rat der energieeffizienten Umrüstung der Straßenbeleuchtung, wälzte Zahlenmaterial. Er entschied nach intensiver Erörterung, 2015 eine "kleine Lösung" (Kosten rund 10 000 Euro) und 2016 eine größere Summe (voraussichtlich über 100 000 Euro) zu investieren.

(war) Bei einem Verbrauch von 86 000 Kilowattstunden pro Jahr und einer Brenndauer von über 4000 Stunden für die örtliche Straßenbeleuchtung ergibt sich auf lange Sicht ein erhebliches Einsppotential. Da der Strompreis nicht beeinflussbar ist, können Kosten nur durch Drosseln der Leistung gespart werden.

Meinung der Bürger gefragt

Markus Windisch von der Bayernwerk AG sprach über die Kalkulation. Heuer würden etwa 50 Einheiten im Gebiet "Wassergraben", an den Zebrastreifen und im Ortszentrum am Rathaus umgerüstet. Dazu kommt auf Vorschlag von Gemeinderat Josef Weidensteiner (CSU) das Terrain am Portal der katholischen Nikolaus-Kirche. "Wir werden sehen, wie die Bürger mit den neuen Lösungen zufrieden sind, und uns an deren Meinung orientieren", erklärte Bürgermeister Martin Schregelmann. Zug um Zug werden bei einer positiven Resonanz aus der Bevölkerung alle übrigen 320 Leuchten umgestellt.

Der Vertrag für die Errichtung des Geh- und Radweges mit dem Freistaat Bayern entlang der Staatsstraße 2238 nach Kohlberg muss noch einmal in die Warteschleife. Der Gemeinderat lehnte den Entwurf einstimmig ab. Der Grund: Es fallen wegen der Auflassung von zwei Einfahrten in die Waldgrundstücke keinerlei Kosten mehr für die Gemeinde an, weil die betreffenden Teilstücke verbreitert und für Fahrzeuge für Forst- und Landwirtschaft genutzt werden können. Diese Wegstücke fielen allerdings in die Verantwortung der Kommune. Der Rat befürchtet Schäden und damit einhergehende Kosten für den Unterhalt und Reparaturen.

Nach wiederholten Nachbesserungen in den zurückliegenden Sitzungen beschloss das Gremium, die von der VG-Fachstelle ausgearbeitete Endversion der Plakatierungsverordnung. Alle örtlichen Vereine, Institutionen und Parteien erhalten die geltenden Bestimmungen schriftlich, die Verordnung ist zudem auf der Homepage der Gemeinde hinterlegt. Es gab eine Gegenstimme von Ulrich Danzer (UPW), der die Belange der Vereine damit nicht ausreichend berücksichtigt sieht.

2222 Euro kostet die Erneuerung der Heizung und Warmwasserversorgung im Bürogebäude der Kläranlage, der Auftrag ging an Elektro-Hirmer aus Weiden, für den Bauhof werden für 1130 Euro Geräte bei der Firma Knorr in Weiden bestellt. Im Prüfverfahren wurde der Lagerort für Lösungsmittel und Treibstoffe im Bauhof moniert. Daher holt die Verwaltung Angebote für Fertig-Container ein. Was die Sanierung oder Auflassung der Treppenanlage zwischen Bahnhofs- und Sperlhammerstraße betrifft werden ebenfalls Angebote eingeholt.

Pension statt Bäckerei

Mit 13:0 genehmigte der Rat den Antrag von Erich Kern für die Nutzungsänderung der Bäckerei mit Wohnung in eine Pension. Der Bauherr wird dazu aufgefordert, Parkplätze auf seinem Grundstück auszuweisen. Die Gemeinde tritt dem Förderverein Simultankirchen in der Oberpfalz, Initiator ist Pfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler, bei.

Auf Wunsch von Hans Beutner (UPW) sollen die Ergebnisse der Ausschusssitzungen auch über die Presse veröffentlicht werden. Rudolf Teichmann (SPD) will die Pflege von unbebauten Grundstücken verbessert wissen. Eigentümer sollen bei Zuwiderhandlungen mit Konsequenzen rechnen müssen. Die VG wird auf Anfrage von Beutner prüfen, ob gewerblichen Firmen das Sammeln von Altkleidern, Geschirr, Altmetall und anderen Materialien untersagt werden kann. Das sei nach seiner Auffassung alleinige Sache von karitativen Einrichtungen, nicht von gewinnorientierten Unternehmen.
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