Landverbrauch für geplanten "Ostbayernring" kein Pappenstiel - Bauernverband informierte ...
Bauern pochen auf Entschädigung

Auf den aktuellen Stand brachten BBV-Kreisobmann Josef Fütterer (links) und BBV-Fachberater Klaus Gieler (Mitte) rund 40 Landwirte. Organisiert hatte das Treffen Ortsobmann Herbert Schätzler. Bild: war
Lokales
Etzenricht
15.12.2014
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In der Gebietsversammlung des Bayerischen Bauernverbands im Gasthof Riebel lauschten rund 40 Landwirte aus den Ortsverbänden Oberwildenau, Rothenstadt, Hannersgrün, Luhe, Kohlberg, Neudorf, Engleshof, Mallersricht, Frauenricht, Neunkirchen, Mantel, Kaltenbrunn und Moosbürg BBV-Kreisobmann Josef Fütterer und BBV-Fachberater Klaus Gieler, die sich aktuelle Entwicklungen vorknöpften. Fütterer stellte zum geplanten "Ostbayernring", der bis 2020 fertig gestellt werden soll und die Landschaft durchschneidet, Zahlen in den Raum. Er sprach von 430 Hektar Kahlschlag und bezweifelte die Notwendigkeit. An die Bauern appellierte er: "Geht hin zu den Veranstaltungen und informiert euch." Parallel bot er an, dass sich der Verband bei Bedarf für sinnvolle Rahmenverträge mit Tennet engagieren würde.

Wichtig wäre, und das wurde auch durch die Stimmen aus der Versammlung deutlich, eine wiederkehrende Entschädigung für zur Verfügung gestellte Flächen. Alleine für die Masten würden seiner Einschätzung nach sechs Hektar notwendig, entsprechende Ausgleichsflächen müssen geschaffen werden. "Wir sind nicht grundsätzlich gegen Windräder", nahm der Kreisobmann zum Thema alternative Energien Stellung.

"Sanfte Landung" zugesagt

"Der BBV hat uns eine sanfte Landung in Sachen Milchwirtschaft zugesagt, was wird unternommen?", fragte Georg Kick aus Meisthof und erhielt die Aussage, dass eine Satzung als Instrument für die Erzeuger ausgearbeitet werden solle. "Die Zeit kommt, wenn die Menschen merken, was sie an uns Bauern haben", unterstrich Fütterer vor dem Hintergrund einer wachsenden Weltbevölkerung und täglich kleiner werdender landwirtschaftlicher Flächen. Vom landwirtschaftlichen Terrain würde ohnehin nur einen Anteil von 40 Prozent als Ackerland bewirtschaftet, 60 Prozent seien Grünland. Der Neubau von Ställen mit und ohne Förderung war ein weiteres Thema, angeschnitten von Josef König aus Rupprechtsreuth.

Gieler stellte im Zusammenhang mit dem Vorschussverfahren der Berufsgenossenschaft die Eckpunkte der Neuregelung vor. Er wies auf die Notwendigkeit der Beantragung des Ausweises und die Teilnahme an einem Pflanzenschutzsachkunde-Lehrgang hin, informierte über Neuerungen im Rentenversicherungsgesetz für die "Rente mit 63" und die Anerkennung von Kindererziehung.

Wichtig im Segment Greening ab 2015 sei laut Fütterer, dass Betriebe ab 15,001 Hektar Ackerfläche minimal fünf Prozent ökologische Vorrangflächen aufweisen müssen. Betriebe darunter seien befreit.
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