Liebesgeflüster zum Brüllen

Lokales
Etzenricht
22.11.2014
9
0

Das Versprechen aus der Vorankündigung zu dem Dreiakter, die Lachmuskeln der Gäste stark zu beanspruchen, hielten die Laienspieler ein. Die drei alternden, aber jungfräulichen Schwestern gaben dazu auch allen Grund.

Bei der Premiere des Lustspiels "Drei Damen und ein toter Kater" waren zwar einzelne Plätze frei, aber für die beiden weiteren Vorstellungen waren alle Karten ausverkauft. Es wurde viel gelacht über die drei alternden, jungfräulichen Schwestern Isolde, äußerst schwerhörig (gespielt von Marianne Lehmeier), Lioba, sehr resolut (Michaela Krauß) und Miriam Schnabel, absolut naiv (Maria Smola).

Mit Butler Herbertus als "der Fleisch gewordenen Allzweckwaffe" (Walter Voß) lebten sie friedlich in ihrem Haus. Dass der Butler mit den drei liebesbedürftigen Damen ein schweres Los gezogen hat, ist schon im ersten Akt unschwer zu erkennen. Eigentlich sind die Frauen ständig auf der Suche nach einem Mann. Sie nehmen Herbertus bei ihren Angriffen nicht aus.

Um Männer ins Haus zu locken, vermieten sie ein Zimmer, doch der von den drei Schwestern angebetete Untermieter stirbt überraschend. Plötzlich tauchen verdächtig viele Fremde auf. Der smarte, junge und für die Schwestern sehr interessante Albert Storch (Martin Pleier) mietet das frei gewordene Zimmer und ermittelt aufgrund einer Lebensversicherung des Verstorbenen als verdeckter Ermittler.

Die Altenpflegerin Ludmilla (Susanne Schmid) hat ebenfalls großes Interesse an den Geschwistern und will sich klammheimlich das Erbe ihres Halbbruders aneignen, dessen ominöser Tod das Leben der Schwestern total durcheinander bringt. Zusammen mit dem unbedarften Bräutigam Isidor (Gerhard Zwack) durchsucht Ludmilla mehrfach die Wohnung. Bald wird klar, dass sie es auf einen größeren Geldbetrag abgesehen hat.

Die Geschwister sind von all diesen Dingen völlig unberührt,. kommen ihnen doch ständig Männer dazwischen, die sich für eine Ehe eignen könnten - vor allem, wenn man schwerhörig ist und viele Dinge falsch versteht. In den ebenfalls schwerhörigen Isidor verliebt sich prompt die ebenfalls gehörgeschädigte Isolde.

Nachdem Miriams Flehen zum Butler Herbertus auch noch erhört wird, fehlt nur noch für die zum Schluss übriggebliebene und restlos verzweifelte Lioba ein Partner. Da kommt der Vater des bereits abgereisten Albert Storch, Kasimir Storch (Doppelrolle Martin Pleier). gerade recht. Am Ende geht also doch alles gut aus. Das Geld taucht auf, die Lebensversicherung wird ausgezahlt und der Heirat mehrerer Paare steht nichts mehr im Weg.

Die Etzenrichter Laienspieler füllten die Charaktere ausdrucksstark und begeisterten mit ihrem Können die Theaterfreunde. Langanhaltender Beifall am Ende und zuvor oftmals Szenenapplaus waren verdienter Lohn für die Akteure des über zweistündigen Lustspiels.

Als Souffleuse fungierte Renate Pleier und um die Maske kümmerte sich Linde Hammer. Die Saalwachen übernahm die Feuerwehr.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8194)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.