Likörchen für den guten Zweck

Nicht nur der Verkauf der Kostbarkeiten an den Ständen zählt zu den Anliegen der Hobbykünstler, auch ein Plausch oder Erfahrungsaustausch gehört wie hier am Stand der evangelischen Frauengruppe dazu.
Lokales
Etzenricht
11.11.2015
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Sie sahen sich nicht nur an den Ständen um, sondern kauften auch fleißig ein: Gut 2000 Besucher flanierten am Wochenende über die 25. Hobbykunst-Meile in Etzenricht.

Das vielfältige Angebot präsentierten die Hobbykünstler aus der Region mit viel Charme in der Turnhalle und in den Gängen der Ludwig-Meier-Schule. In dem viertel Jahrhundert, seit es die Ausstellung gibt, haben schon unzählige Bastler ihre Werke gezeigt. Viele sind der Veranstaltung seit Jahren treu. Friedel Habel zum Beispiel ist seit 2002 dabei und schätzt das überaus nette Team und die angenehme, familiäre Atmosphäre.

Seit 2000 in der Turnhalle

1990 hatte Sylvia Wallinger die Idee, Werke örtlicher Hobbykünstler bei einer Ausstellung, damals noch im katholischen Pfarrheim, zu zeigen. Die Resonanz war überwältigend, und die Besucher wünschten sich, die Sachen auch kaufen zu können. Im Vorstand der Frauen-Union (FU) reifte der Entschluss, einen Hobbykünstlermarkt anzubieten. Mittlerweile ist die Veranstaltung eine der ältesten dieser Art in der nördlichen Oberpfalz. 2000 siedelte der Markt in die Turnhalle um. Seit 2006 verkauft die FU selbst Waren, die sie schon im Sommer vorbereitet. Die Mitglieder kochen Marmeladen ein, setzen Liköre an und mixen würzige Chutneys und Senf.

Im Shuttle zur Ausstellung

"Nur weil wir so viele Helfer haben und der Vorstand der Frauen-Union ineinander greift wie die Zahnräder eines Uhrwerks, habe ich auch nach 25 Jahren Freude an der Organisation", sagte Wallinger. Eines hat sich in den vergangenen Jahren nicht geändert: Der Erlös, den die Frauen-Union erzielt, wird für Vereine oder Institutionen im Ort oder für einen guten Zweck verwendet.

Auch die Schule beteiligt sich jedes Jahr mit im Handarbeitsunterricht gebastelten Sachen am Basar. Heuer hat sich auch der Elternbeirat an einigen Abenden getroffen, um für den Stand zu werkeln. Für Rektor Wolfgang Bodensteiner ist es selbstverständlich, Schüler und Eltern beim Verkauf zu unterstützen, damit die Elternbeiratskasse aufgebessert wird.

Die Eltern-Kind-Gruppe mit Leiterin Ellen Feige rundete das Angebot mit einem Basteltisch und der Kinderbetreuung ab. Die evangelische Frauengruppe nähte lustige Tiere, die sie für einen guten Zweck verkaufte.

Positiv war die Resonanz der Besucher auf den Shuttle-Service der Jungfeuerwehr. Freundlich sammelten die Mitglieder Besucher auf dem beschwerlichen Bergweg zur Schule auf und brachten sie wieder zu den ausgewiesenen Parkplätzen im Dorf.
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