Mehrheit für früheren Beginn

Lokales
Etzenricht
12.03.2015
1
0

Unter den zahlreich vertretenen Vereinsfunktionären entbrennt bei der ersten Wintertagung im Sportheim des SV Etzenricht eine heiße Diskussion über den Saisonstart 2015/16 im Fußballkreis Amberg/Weiden. Die zweite Tagung in Hirschau bringt die Entscheidung.

(chap) Mit Handzeichen ließ Kreisspielleiter Albert Kellner am Dienstagabend in Etzenricht über den Saisonauftakt abstimmen. Anlass war der frühe Termin 25./26 Juli. Eine absolute Mehrheit befürwortete den geplanten Saisonstart. Bei der zweiten Tagung am Mittwoch in Hirschau dann das gleiche Ergebnis - die Mehrheit ist für den Start am 25./26. Juli.

"Es gibt keine Feiertage, und Wochenspieltage sind von den Vereinen wegen entstehender Personalmängel nicht gerne gesehen", begründete Kellner den Spielplan. Der letzte Spieltag vor der Winterpause ist am 14./15. November. Weiter geht es am 28. März 2016 (Ostermontag), das Saisonende ist für den 22. Mai 2016 geplant.

Aber nicht nur der Rahmenterminkalender, sondern auch andere Themen wie Saisonrückblick, die Bilanzen der Schiedsrichter und des Sportgerichts, Totopokal und Auslosung der Relegation standen auf der Tagesordnung. "Die Saison verlief bis jetzt größtenteils problemlos", zeigte sich Kellner durchaus zufrieden. "Wahnsinnig geärgert haben mich die Spielabbrüche in Rothenstadt und Theuern." In Rothenstadt sei ein Schiedsrichter tätlich angegriffen worden. Der Großalbershofer Trainer schickte sein Team in Theuern angeblich zum Schutz vorzeitig in die Kabine.

Dem Funktionär missfällt der rückläufige Trend zur Hallenmeisterschaft. Meldeten 2014 noch 61 Vereine, waren es diesmal nur 48. "Dass es an der neuen Form Futsal liegt, kann ich nicht glauben." Das erste Halbfinale im Totopokal zwischen dem SV Sorghof und SC Luhe-Wildenau findet am 6. April um 15 Uhr statt, die DJK Utzenhofen und der SV Raigering stehen sich im zweiten Spiel am 6. Mai gegenüber. Das Finale steigt am 14. Mai.

Von einer erfreulichen Tendenz berichtete Lorenz Gebert, Vorsitzender des Kreissportgerichts. Lagen im vergangenen Jahr noch 234 Fälle auf dem Tisch, sank die Zahl der Verhandlungen auf 185. Das ist ein Rückgang von 20 Prozent. Die Vorfälle "Nichtantreten" verringerten sich von 34 auf 22. In Sachen Passzwang tut sich in nächster Zeit etwas. Da die Spieler im Elektronischen Spielberichtsbogen stehen, werden die Pässe nicht mehr benötigt.

Teilweise katastrophale Zustände in den Schiedsrichterkabinen prangerte Kreisschiedsrichterobmann Will Hirsch an. Ein weiteres Ärgernis: Von 250 aktiven Schiedsrichtern sind nur 145 anrechenbar. Davon erfüllen 99 ihr Soll. "Das ist mir zu wenig." Nicht nur deshalb verweist Hirsch auf den Neulingslehrgang vom 20. bis 27. Juni. Im Kreis Amberg findet einer im Herbst statt.

Bezirksspielleiter Thomas Graml stellte die technischen Details des Live-Tickers vor und wies aber darauf hin, dass in der Kreisliga und den Ligen darunter dieser noch keine Pflicht sei. Ein wichtiger Punkt der Tagung war die Auslosung zur Relegation (siehe Infokasten). Am 27. Mai stehen sich die beiden Kreisliga-Zweiten in einem Entscheidungsspiel gegenüber. Der Sieger nimmt an den Aufstiegsspielen zur Bezirksliga teil.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.