Mit Mountainbike in Misthaufen

Nach der Rasur war Zacharias Heugabel (Martin Pleier) bereits bewusstlos. Zum Glück. So bekam er vom Haarschnitt mit der Heckenschere im etwas anderem Friseurladen nichts mit. Vorerst. Denn das böse Erwachen folgte prompt beim Lustspiel der Laienspieler. Bild: wlr
Lokales
Etzenricht
17.11.2015
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"G'schäft is G'schäft" - und das lief im Hermann-Saal wie geschmiert. Über 500 Zuschauer amüsierten sich bestens bei dem lustigen Stück der Laienspieler.

Es war ein hartes Training für die Lachmuskulatur, das die Etzenrichter Laienspieler den Besuchern verordnet hatten. Mit dem Dreiakter "G'schäft is G'schäft" zogen sie alle Register ihres schauspielerischen Könnens - und erhielten dafür am Ende reichlich Applaus. Drei Vorstellungen auf der Bühne im Hermann-Saal gaben die Laienspieler an drei aufeinanderfolgenden Tagen. Über 500 Zuschauer kamen, um das turbulente Lustspiels zu sehen.

Ein bisschen Fortschritt hat noch nie geschadet, denkt sich Simmerl Irlinger (Walter Voß), und schenkt seiner Schwester Zenzi (Maria Smola) ein Mountainbike. Doch die tollpatschige Zenzi verursacht mit ihrem neuen Fahrrad gleich auf der Jungfernfahrt einen Unfall. Sie landet im Misthaufen der Dorfratschn Erna Schnappinger (Marianne Lehmeier). In der Folge sind ihr das Stadtmädel Traudel Fischer (Renate Zwerenz), deren Auto Zenzi demoliert hat, die örtliche Polizei in Gestalt von "Hauptwachtmeister nach Beförderung" Huge Bringerl (Gerhard Zwack) und Erna Schnappinger auf den Fersen. Simmerl kommt das ständige Aufgebot auf dem Hof höchst ungelegen. Schließlich eröffnet er gerade einen nicht angemeldeten Hofladen, der nicht nur frische Semmeln und Obst, sondern als besondere Dienstleistung auch noch einen Freiluft-Friseursalon anbietet. Unglücklicherweise funkt ihm ständig der berüchtigte Dieb Zacharias Heugabel (Martin Pleier) dazwischen. Der hat freilich nichts mehr zu lachen, als er unter das Rasiermesser und die Heckenschere der Möchtegernfriseusen Zenzi und Traudel gerät. Und während sich Traudel und Simmerl näher kommen, ziehen Polizist Bringerl und Erna die Schlinge über Zenzi immer mehr zu.

Der Etzenrichter Künstler Gerhard Scharl (W.A. Hansbauer) schuf das Bühnenbild: das Etzenrichter Dorf Souffleusen waren Susanne Schmid und Jenny Bäumler. Für die Maske war Katrin Klinck verantwortlich.
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