Neue Brücke statt Sanierung

Erneuern reicht nicht. Die Haidenaab-Brücke zwischen Dorf und Radschin soll in fünf bis sechs Jahren einem Neubau weichen. Bild: war
Lokales
Etzenricht
20.09.2015
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Die 88 Meter lange Haidenaab-Brücke zwischen Dorf und Radschin wird in den kommenden Jahren einem Neubau weichen. Zunächst aber wird dort das zulässige Höchstgewicht auf 24 Tonnen gesenkt.

(war ) Das ergibt sich aus einem Gutachten. Karsten Uhlig vom Fachbüro "K+U" aus Wunsiedel stellte dem Gemeinderat Details vor und untermauerte die Empfehlung "Neubau statt Sanierung".

Bürgermeister Martin Schregelmann hätte bei der Gewichtsbegrenzung gerne eine Ausnahmeregelung für landwirtschaftliche Fahrzeuge erreicht, übernahm aber aus Sicherheitsaspekten die vom Ingenieurbüro zugestandenen 24 Tonnen in den Beschlussvorschlag. Die Fraktionen folgten ihm einstimmig. Damit können Schulbusse noch drüber. Auch die Umleitung für die Staatsstraße 2238 ist weiter noch möglich.

Nach vorsichtigen Schätzungen bewegen sich die Kosten für den Neubau um die drei Millionen Euro. Eine Generalsanierung läge bei "einer halben, eher bei einer Million", so Uhlig. Sie würde allerdings keine dauerhafte Lösung bieten und berge Risiken wegen der Standsicherheit.

Wichtig für die Räte war auch der Aspekt, dass ohne eine Verkehrsverbesserung keine Förderung zu erwarten sei. Die gebe es nur beim Neubau mit einer Tragfähigkeit von 60 Tonnen. Die Zuschussquoten lägen bei 50 bis 70 Prozent.

"Wir haben keinen Zeitdruck, können flexibel mit dem Projekt umgehen, den Haushalt darauf vorbereiten, die Grundlagen vorher ermitteln und mit einer groben Planung beginnen", sagte Schregelmann. Der Zeitplan sieht so aus: 2016/2017 Planungsphasen, 2018 Sonderprüfung, 2019 Planungsphase vier und Ausschreibung, 2020/2021 Baubeginn.

Die Pfeiler der Brücke sind 120 Jahre alt. 1956 folgte die Überbauerneuerung als Spannbetonplattenbalken auf den alten Unterbauten aufgebracht wurden. 1982 kam die Generalsanierung im Zuge der Verlegung der Staatsstraße 22 38. Hauptproblem ist heute der auf 757 Quadratmetern verbaute Spannstahl, der nicht mehr sicher ist.
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