Neue Lampen, neues Fahrzeug

Lokales
Etzenricht
28.02.2015
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Der Gemeinderat sah sich am Wassergraben in der Kohlberger-, der Weidener- und Gartenstraße um. Besonders interessierte er sich für die vom Bayernwerk vorinstallierten Straßenlampen.

Sieben verschiedene Leuchten-Varianten stellten Markus Windisch und Gerhard Schmerber vom Energieversorger vor. Technik und Kosten dieser neuesten Lampen dienen nun als Grundlage für Umrüstungen. Das bevorzugte Modell soll auch im Baugebiet "Festplatz" zum Einsatz kommen.

Zwischen 300 und 400 Euro pro Stelle sind einzukalkulieren, das Einsparungspotential liegt bei 50 Prozent. "Eine interessante Präsentation. Wir werden uns anhören, was die Bürger davon halten und in Ruhe entscheiden", sagte Bürgermeister Martin Schregelmann.

Die Musterausstattungen der Leuchtkörper bleiben die nächsten Wochen bestehen, das Bayernwerk will anderen Gemeinden Gelegenheit geben, diese in Etzenricht zu besichtigen. Zweiter Treffpunkt war das Feuerwehrhaus. Da sich der Gemeinderat bei der Kommunalwahl verändert hatte, wollte Schregelmann einmal den neu gewählten Räten Gelegenheit geben, sich ein Bild von der Ausrüstung und dem Gebäude zu machen. Zum zweiten sollte der Bedarf der Wehr ausgelotet und diskutiert werden. Für die Wartung der Ausrüstung sind 11 200 Euro im Haushalt, für die Gebäudesanierung 3500 Euro, für Neubeschaffungen rund 1500 und für die Aus- und Weiterbildung 17 000 Euro. Kommandant Michael Roith erklärte, wie dieses Geld investiert wird. Die Wehr zählt 63 Aktive und 250 Mitglieder. Jedes Jahr rücken die Aktiven zu 30 bis 50 Einsätzen aus.

Der Kommandant geht von sinkenden Mitgliederzahlen aus. "Darauf muss die Ausrüstung abgestimmt werden", sagte Roith. In der Erörterung waren sich Feuerwehr und Gemeinderat einig, größere Anschaffungen wegen der Finanzierung langfristig zu planen. Und damit kam das Kernstück, das Einsatzfahrzeug vom Typ LF8/6 mit Baujahr 1992 auf den Prüfstand. "Man sagt, mit gut 25 Jahren sollte ein Ersatzfahrzeug ins Auge gefasst werden", legte sich der Bürgermeister fest. Denn es gäbe Probleme, Ersatzteile zu beschaffen.

Ob ein Neukauf, eventuell über eine gemeinsame Ausschreibung mit anderen Gemeinden im Landkreis, oder ein Gebrauchtfahrzeug angeschafft werden soll, blieb offen. Zum 150-jährigen Bestehen der Wehr 2019 sollte es aber so weit sein. Der Bauausschuss wird sich in den nächsten Monaten damit befassen. Die Feuerwehrsprecher legten bereits eine Liste vor, was sie sich vom neuen Fahrzeug erwarten. Die geschätzten Kosten liegen bei 250 000 bis 300 000 Euro, wobei der Freistaat 58 000 Euro zuschießt. Ulrich Danzer (UPW) wies darauf hin, den Gedanken an eine Stützpunktfeuerwehr nicht aus den Augen zu verlieren.

Die baulichen Mängel im Gerätehaus scheinen durch frühzeitig ergriffene Maßnahmen beseitigt zu sein, dank eines Gutachtens des Ingenieurbüros Hentschke. Angeregt vom Vortrag des Kommandanten über die aktuelle Alarmierung über die Leitstelle in Weiden bat Rudolf Teichmann (SPD), dort einen Besichtigungstermin zu vereinbaren.
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