Nur noch Krümel an der Theke

Für die Besucher der 24. Hobbykunst-Ausstellung der Etzenrichter Frauen-Union war das Angebot überwältigend. Hochwertige Handwerkskunst sorgte für weihnachtliches Flair. Bilder: wlr (2)
Lokales
Etzenricht
12.11.2014
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Ob Naschereien oder Weihnachtsgeschenke - viele fanden bei der Hobbykunst-Ausstellung in der Ludwig-Meier-Schule etwas, nach dem sie eigentlich gar nicht gesucht hatten.

Die Freude über das unerwartete Schnäppchen war dann umso größer. Seit 24 Jahren lädt die Frauen-Union für ein Wochenende zu einem Feuerwerk kreativer Ideen ein. Dass Regionales sehr gefragt ist, zeigte der große Andrang vor den Ständen der 45 Hobbykünstler. Der Weg zur Schule war für die Besucher heuer angenehm. Mit dem erstmals angebotenen Shuttle-Service der Jungfeuerwehr konnte der steile Schulberg leicht bewältigt werden. Damit gehörte auch das Verkehrschaos der Vergangenheit an.

Einige Aussteller sind schon seit vielen Jahren in Etzenricht dabei. "Ich bin einfach begeistert von der familiären Atmosphäre, die sich über die lange Zeit nicht verändert hat. Ich bin auf vielen anderen Märkten unterwegs, aber hier schätze ich das freundschaftliche Miteinander, das es nicht mehr so oft gibt," sagte eine Künstlerin.

Fast abgeräumt

Die Neuen unter den Ausstellern waren von der Organisation der Veranstaltung begeistert, vor allem von den Öffnungszeiten. Jedes Jahr sind die Schüler der Ludwig-Meier-Schule mit einem Stand dabei, an dem im Unterricht gefertigte Werkstücke der Kinder zugunsten der Schule verkauft werden.

"Obwohl wir seit Schuljahresbeginn nur sehr wenig Zeit hatten, sind unsere Objekte sehr schön geworden. Die Vorbereitung auf die Ausstellung gehört schon zum Unterricht," meinte Handarbeitslehrerin Brigitte Krapf. Der Stand war nach dem ersten Ausstellungstag fast komplett abgeräumt.

Auch Ellen Feige von der Eltern-Kind-Gruppe freute sich über den regen Zuspruch der Kleinsten, die sich gegen einen kleinen Beitrag in der Bastelecke vergnügten. Hochbetrieb herrschte am Stand der Frauen-Union. Seit Beginn der Obstternte waren die Vorstandsmitglieder damit beschäftigt Liköre anzusetzen oder Früchte und Gemüse zu verarbeiten, um ihre Produkte am vereinseigenen Stand anbieten zu können.

Ausnahmezustand

In der Cafeteria herrschte an beiden Tagen Ausnahmezustand. Der Ansturm auf das Kuchenbuffet war so enorm, dass am Sonntag gegen 15.30 Uhr nur noch Krümel übrig waren. Die am Teestand angebotenen Lebkuchen waren für Kaffeetrinker, die dazu etwas Süßes wollten, die Rettung. FU-Vorsitzende Renate Müller war mit dem Verlauf der Veranstaltung zufrieden, betonte aber: "Ohne unsere vielen Helfer und Kuchenbäckerinnen wären wir ganz schön aufgeschmissen." Die Einnahmen der Frauen-Union werden an Organisationen oder Vereine im Ort gespendet.

"Die erste Spende geht natürlich an die Jungfeuerwehr, die uns bei der Verkehrsbewältigung so toll unterstützt hat", lobte Müller. Sie dankte der evangelischen Kirche und dem Pächter der Wiese für die Parkerlaubnis.
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