Rotes Kreuz bietet Kurs für Eltern an
Erste Hilfe am Kind

Elisabeth Stahl vom Roten Kreuz demonstrierte an Angelika Feige verschiedene Arten, schnell einen Verband am Kopf anzulegen. Bild: wlr
Lokales
Etzenricht
30.03.2015
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Eltern, Großeltern und Babysitter, kurzum "Schutzengel" ließen sich von Elisabeth Stahl vom Roten Kreuz die wichtigsten Handgriffe und Vorgehensweisen der Ersten Hilfe für Kinder erklären. Es ging um die Anwendung spezieller Maßnahmen, wenn Säuglinge und Kinder erkranken oder sich verletzen und um wichtige Tipps zur Sicherheit in den eigenen vier Wänden.

Jedes Jahr verunglücken in Deutschland rund 20 000 Kinder. Viele werden erst vom Notarzt richtig versorgt. Aus Angst etwas falsch zu machen, vergehen oft wertvolle Minuten, bevor den Verletzten geholfen wird. Deshalb bot die Feuerwehr einen Erste-Hilfe-Kurs an.

Um Verbände bei eventuellen Kopfverletzungen anzulegen, stellte sich Angelika Feige als Probandin zur Verfügung. "Eltern haben erst einmal Angst, weil ein Unfall kein Tagesgeschäft ist und sich die betroffenen Personen in dem Moment hilflos fühlen oder sogar in Panik geraten", sagte die Kursleiterin und fügte an: "Es gilt zuerst, das Kind und auch sich selbst zu beruhigen, denn bei Unfällen ist es absolut unerlässlich, besonnen zu handeln. Wenn ein Kind im Ernstfall schreit, kann man sicher sein, dass es Luft bekommt", nannte Stahl einen der obersten Merksätze für Ersthelfer.

Kinder unterscheiden sich im Körperaufbau und in der Körperfunktion deutlich von Erwachsenen, erfuhren die Teilnehmer. Ebenso unterscheide sich die Erste Hilfe am Kind von der am Erwachsenen. Auch gebe es akute Erkrankungen, die nur einem bestimmten Kindesalter zuzuordnen seien, sagte Stahl. Am Ende jeder Lehreinheit, hatten die Beteiligten Fragen, die Stahl routiniert beantwortete.
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