SPD und UPW setzen auf erneutes Vermittlungsgespräch mit Anwohner
Parkverbot, das keiner will

Lokales
Etzenricht
25.08.2015
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Ausführlich diskutierte der Gemeinderat ein Parkverbot, das ab der oberen Ausfahrt des Gasthauses Herrmann und der Einmündung der Zufahrt zu den Kirchen beginne soll. Es zieht sich ortsauswärts auf der rechten Seite der Weidener Straße bis auf etwa halbe Höhe des Fußgängerüberweges hin.

Bürgermeister Martin Schregelmann hatte sich nach mehreren Beschwerden für dieses Verbot ausgesprochen. Polizei und Verwaltungsgemeinschaft gaben grünes Licht, nachdem seine Gespräche mit dem Anlieger über verändertes Parkverhalten nicht gefruchtet hatten.

Laster bleiben stecken

Hintergrund der Maßnahme ist, dass Busse, landwirtschaftliche Gespanne oder Lastzüge nach der engen "Hermannkurve" stecken blieben und aufwendig rangieren müssten. "Nach der Stellungnahme der VG und den provokativen Äußerungen des Betroffenen wäre es inkonsequent, nicht zu handeln", sprach sich Josef Weidensteiner für das Halteverbot aus. Es sei bedauerlich, zu solchen Mitteln greifen zu müssen.

"Viele Bürger regen sich auf. Das Parken hindert auch den abfließenden Verkehr vom Kirchberg", beurteilte Renate Müller (CSU). Während die CSU mit ihren sechs Stimmen für eine Entscheidung plädierte, stimmten die UPW- und SPD-Fraktionen geschlossen mit sieben für eine Vertagung des Themas. Sie wollen mit dem betroffenen Anlieger, dessen Verhalten die Sprecher missbilligten, noch einem zu einem Konsens kommen, um die verhärteten Fronten aufzuweichen.

SPD-Sprecher Rudolf Teichmann wies zudem darauf hin, dass er bei einem Parkverbot die Schaffung eines Präzedenzfalles sehe. "Die Folge wäre, dass wir im Sinne einer Gleichbehandlung das Verbot auf den ganzen Abschnitt bis zum Friseursalon 'Jenny' ausdehnen müssten". Hans Beutner (UPW) schloss sich dem an. "Wir sind gegen das Verbot und empfehlen, nochmals ein Gespräch zu führen."

Die auch von Pendlern und Ausflüglern in das Naherholungsgebiet genutzte Parkfläche am Sportplatz erhält drei neue Abweisbügel für die Aufteilung der Plätze aus Metall im Wert von rund 500 Euro. Die vor 15 bis 20 Jahren montierten Teile aus Holz sind morsch.

Beutner gab den Rat, den sieben oder acht Jahre alten Schlepper zu verkaufen, wenn sich ein vorteilhaftes Leasingangebot ergäbe. Nach Angaben des Bürgermeisters liefen bereits Anfragen und Kostenermittlungen über die Verwaltung.

Vereine als Sponsoren

Bei der Eröffnung des Spielplatzes in der Schustergasse versorgte die JU die Gäste mit Gratis-Getränken und Bratwurstsemmeln. Das stieß auf Kritik von Teichmann: "Wenn die Gemeinde einlädt, muss sie auch für die Kosten aufkommen". Er verwies auf die Vereinsförderung und vertrat die Meinung, dass Vereine nicht die Gemeinde sponsern sollten. "Die JU wollte einfach für Kinder Gutes tun", entgegnete Schregelmann.
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