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Lokales
Etzenricht
19.11.2014
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Aussitzen wollte der Gemeinderat das Thema Besucherstühle für das Rathaus nicht. Zu groß war die Einigkeit, dass der Preis viel zu hoch war.

Ausgebremst hat der Rat den Austausch der Büro- und Besucherstühle für das Erdgeschoss des Rathauses. "Hier stimmt das Verhältnis nicht", quittierte CSU-Sprecher Reinhard Kleber die Offerte für zwei Besucherstühle. 700 Euro hätte jeder kosten sollen. SPD und UPW waren der gleichen Meinung. Nun soll die Verwaltung nachhaken.

Aufgeschoben wird auch die Ausstattung der Heizung für das Büro und das Labor der Kläranlage. "Eine Plattenheizung kombiniert mit einem Heizlüfter zusammen mit günstigen Tarifen wäre vorteilhaft", argumentierte Ulrich Danzer (UPW). Auch hier gab es breite Zustimmung zur Ablehnung des Angebots für Nachtspeicheröfen.

"Was wollen wir? Wollen wir Geld mit der Plakatierung verdienen oder nur allgemein die Plakatierungswut eindämmen?", eröffnete Bürgermeister Martin Schregelmann das nächste Sitzungsthema. Am Ende gab es einen Konsens: "Die örtlichen Aktivitäten etwas begrenzen, Werbung von außerhalb reglementieren und stärker einschränken." Unter diesem Leitsatz erstellt die Verwaltung nun eine Satzung.

Infoabend um 19 Uhr

Noch in dieser Woche gehen die Bebauungspläne für den Einkaufsmarkt und das Mischgebiet "Am Festplatz" an das Landratsamt und die Regierung. Am 10. Dezember ist ein Infoabend angesetzt. Um 19 Uhr präsentieren die Gemeindevertreter und die Edeka-Grundstücksgesellschaft Ziele, Zwecke und voraussichtliche Auswirkungen des Projekts. Sie beantworten Fragen der Bürger und stellen sich der Diskussion.

Am 1. Dezember treffen sich Jugendbeauftragte, Fraktionssprecher und Bürgermeister mit dem Verein "LearningCampus", um die Möglichkeiten einer Ferienbetreuung auszuloten. Erhebungen ergaben, dass für Kindergartenkinder kein Betreuungsbedarf besteht. Auf dem Prüfstand sind somit nur noch die älteren Jahrgänge, die die Schule besuchen.

"Wie es jetzt aussieht gibt es Chancen für den Radweg nach Kohlberg, nachdem dieser als Verbindung von Amberg nach Weiden gesehen wird, wenn der Freistaat die Mittel zur Verfügung stellt", berichtete Schregelmann.

Er informierte über Grundstücksverhandlungen, die er und sein Kohlberger Amtskollege Rudolf Götz führen. Diese Aufgabe sei für das Etzenrichter Terrain leichter, denn die angedachte Trasse liege hauptsächliche auf Staatsgrund.

Danzer forderte dazu auf, Gehsteigabsenkungen aufzulisten, die nach der Verlegung von Leitungen für die Breitbandversorgung aufgetreten sind. Hier geht es um Gewährleistungsansprüche. Er schlug außerdem vor, LED-Beleuchtungen zu testen. "Im Grunde sind wir bei unserer Straßenbeleuchtung gut aufgestellt, aber eine Umstellung in Teilbereichen wie am Wassergraben sehe ich als sinnvoll an."

Den Wunsch nach einer Belebung der Ausschüsse Jugend, Senioren, Ortskern äußerte Rudolf Teichmann. "Wir benötigen Input und Ideensammlungen, wenn wir etwas bewegen wollen." Schregelmann verwies dazu auf seine Kontakte zu den Menschen und den Ämtern im Rahmen seines Tagesgeschäfts. Er will sich parallel aber für das Aktivieren der Ausschüsse im neuen Jahr stark machen.

Frauen danken Feuerwehr

"Wir unterstützen alle Aktionen der Vereine und Institutionen mit dem Bauhof", quittierte das Gemeindeoberhaupt die Frage des SPD-Fraktionsvorsitzenden nach der Grundlage für den von der Feuerwehr geleisteten Shuttle-Service bei der Hobbykunstausstellung. "Die Frauen-Union hat der Wehr 250 Euro gespendet", ergänzte Renate Müller (CSU).
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