Vertrag wasserdicht

Lokales
Etzenricht
21.11.2015
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Edeka Nordbayern kann den Markt in Etzenricht bauen. Der Gemeinderat modifizierte den Bebauungsplan "Am Festplatz" in eine Satzung und vergab die Ingenieurleistungen. "Damit haben wir Baurecht geschaffen", unterstrich Claus Hellbach, der Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft.

Edeka Nordbayern hat nun nach dem am Donnerstag ebenfalls mit 13:0 abgesegneten städtebaulichen Vertrag Planungssicherheit. Bereits im Frühjahr soll der Bau beginnen. Das Weidener Architekturbüro Robl leistete die Vorarbeiten. "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Es war ein hartes Stück Arbeit", betonte Bürgermeister Martin Schregelmann. Er dankte Gemeinderat und Verwaltungsleiter Hellbach, die geschlossen hinter dem Projekt stehen.

Zuletzt lagen sechs Einwendungen von 20 Trägern öffentlicher Belange vor. Zwei davon betrachtete Hellbach als abwägungsrelevant. "Es besteht kein Verstoß gegen die Bebaubarkeit als Mischgebiet", quittierte der Beamte den Hinweis des Kreisbaumeisters, der sich auf die zeitversetzte Bebauung bezog. Die "grundsätzlichen Bedenken" der Unteren Naturschutzbehörde sah Hellbach durch die umfassenden Maßnahmen ausgeräumt.

Mit der Vergabe der Ingenieurleistungen im Auftragswert von rund 100 000 Euro, unternahm der Rat einen weiteren Schritt, um das Projekt zu forcieren. Albert Sollfrank und Manuel Zwick stellten die Straßenbauten einschließlich des Kanalausbaus vor. Sie konnten dabei teils auf ältere Pläne zurückgreifen. Die Kreuzung Weiherhammer-/Kohlberger Straße wird kleiner. Die Omnibusbuchten werden rückgebaut und die beiden Abwasserleitungen vereint. Die Verkehrsinseln verschwinden.

Gemeinde in Vorleistung

Bei den Straßen in das Mischgebiet "Am Festplatz" wird ein Teilstück der Wildenauer Straße genutzt. Daneben wird ein Geh- und Radweg angelegt, darunter werden alle Versorgungsleitungen verbaut. Der Gehweg endet vorerst auf Höhe des Marktes und wird erst nach dessen Erstellung weitergeführt.

Thema war auch der Ausbau eines zusätzlichen Streifens von etwa 110 Quadratmetern an die Staatsstraße 2238 Weiden-Amberg in Abstimmung mit dem Staatlichen Bauamt. Die Kosten für die zu verändernden Markierungen, die Erneuerung der Deckschicht und die Beschilderung gehen zu Lasten der Gemeinde. Laut ersten Schätzungen kostet die Ablöse der betreffenden Straßenfläche weniger als 15 000 Euro. Die Zwick-Planung wurde voll akzeptiert.

Diskussion gab es bei der Straßenbreite im Kreuzungsbereich an der Brücke. SPD-Sprecher Rudolf Teichmann befürwortete eine Reduzierung auf 6,5 Meter. Mit großer Mehrheit (10:2) sprach sich das Gremium für sieben Meter aus. Ulrich Danzer plädierte dafür, die Kanalsanierung im angrenzenden Bereich am Radschin einzubinden. Die Entscheidung darüber wurde vertagt. Die Gemeinde will sich erst nach der für die Bürgerversammlung vorgesehenen Präsentation des Ingenieurbüros und der daraus abgeleiteten Vorschläge beschließen.

Einstimmig (13:0) erhielten die Ingenieure den Auftrag zur Ausschreibung der Arbeiten. Ebenfalls einstimmig wurde der Straßenbauvertrag mit dem Staatlichen Bauamt abgesegnet.
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