Volkstrauertag im Zeichen von Flüchtlingsnot
Demokratie wertschätzen

Lokales
Etzenricht
19.11.2015
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Mit eindringlichen Worten unterstrichen Pfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler und Bürgermeister Martin Schregelmann die Bedeutung des Volkstrauertags. Beide kamen in ihren Ansprachen am Kriegerdenkmal nicht an den Terroranschlägen in Paris und dem Flüchtlingszustrom vorbei.

Als "Mahnung für die Lebenden, darauf zu achten, dass alte Fehler nicht noch einmal gemacht werden", bezeichnete Pauckstadt-Künkler den Gedenktag. Er warnte davor, die Gefährdung von Frieden und Freiheit durch rechte Bewegungen in Europa wie AfD oder Pegida zu unterschätzen. "Wir müssen der Demokratie dauerhafte Wertschätzung entgegenbringen." Pauckstadt-Künkler forderte zu "sprachlicher Abrüstung" in der Flüchtlingspolitik auf. Die Anzahl der in Deutschland Aufgenommenen sei vergleichsweise ein "Rinnsal".

Der Aufruf zu Humanität gegenüber Flüchtlingen dominierte auch die Rede von Martin Schregelmann. "Empfangen wir jene, die in ihrer Not aus Kriegsgebieten zu uns kommen mit offenen Herzen." Der Posaunenchor Rothenstadt-Etzenricht, der Gesangverein und die Krieger- und Soldatenkameradschaft gestalteten den Gedenkakt mit.
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