Wasser und Abwasser teurer

Hier, am bestehenden Hochbehälter der Steinwaldgruppe in Etzenricht, koppelt sich der Zweckverband zur Wasserversorgung Mantel-Weiherhammer an, um die Versorgung seiner Bürger nach der vorgesehenen Stilllegung von eigenen Brunnen abzusichern. Bild: war
Lokales
Etzenricht
19.12.2014
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Wasser und Abwasser dominierten die letzte Gemeinderatssitzung des Jahres. Unter anderem ging es um eine Leitung zum Anschluss an die Steinwaldgruppe.

Die Leitung ist für den Zweckverband Mantel/Weiherhammer bestimmt. Den Verlauf haben die Bürgermeister miteinander besprochen. Hans Beutner war als Vorsitzender der Flurbereinigungsgemeinschaft dabei. Geplant ist die Verbindung 2015 zwischen dem bestehenden Hochbehälter der Steinwaldgruppe in Etzenricht und dem Gegenstück des Zweckverbands. Notwendig wird dies, da der Verband Mantel-Weiherhammer drei von vier eigenen Brunnen stilllegen wird. Der Gemeinderat genehmigte den Plan einstimmig, zumal der Kommune keine Kosten entstehen.

Moderate Steigerung

"Ich empfehle, dass wir uns strikt an die aktuelle Kalkulation der Verwaltung halten, das ist die ehrlichste Lösung für unsere Bürger", stieg Bürgermeister Martin Schregelmann in die Diskussion um die neue Beitrags- und Gebührensatzung bis 2018 für Abwasser und Wasser ein. Als "sinnvoll und transparent", bezeichnete Josef Weidensteiner (CSU ) die Berechnungen. Auf folgendes einigten sich die Fraktionen: Die Gebühr für Wasser steigt ab Januar von 1,65 auf 1,70 Euro pro Kubikmeter. Je Quadratmeter Grundstücksfläche werden statt 65 neu 62 Cent fällig, pro Quadratmeter Geschossfläche klettert die Gebühr von 3,62 auf 3,75 Euro.

Die Abwassergebühr steigt von 1,50 auf 1,72 Euro. Bei Neubauten beläuft sich der Grundstücksflächenbeitrag auf 1,36 Euro je Kubikmeter (zuvor 1,35), der Geschossflächenbeitrag sinkt von 8,20 auf 8,18 Euro. Ausgehend von 100 Kubikmeter pro Jahr bezahlt eine vierköpfige Familie für Wasser und Abwasser rund zwei Euro pro Monat mehr, rechnete Schregelmann vor. "Wir haben zwei Rohrbrüche, einen in der Schustergasse und einen am Gänsbühl ausfindig gemacht und repariert, der Verbrauch läuft seither wieder auf einem normalen Level", stellte das Gemeindeoberhaupt fest. Die Verluste bewegten sich auf hohem Niveau (wir berichteten) und fordern ein schnelleres Erkennen der Lecks. So werden in den neuen Zähler Sender oder Sensoren eingebaut, die Schwankungen gleich erkennen.

Heizung für Kläranlage

Hubert Greiner (UPW) machte den Vorschlag mehrere Messstellen, beispielsweise zwischen den beiden Ortsteilen, zu installieren. Kosten können beim neuen Wasserzähler eingespart werden. "Es geht auch eine Nummer kleiner", war Schregelmann positiv überrascht. Immerhin geht es um einen vierstelligen Betrag.

Im zweiten Anlauf diskutierte das Gremium die neue Heizung in der Kläranlage. Ulrich Danzer (UPW) und Schregelmann hatten parallel Expertenrat eingeholt. Es zeichnet sich ab, dass Heizplatten die alten Speicheröfen ablösen und ein Durchlauferhitzer den Boiler. Die Verwaltung holt Angebote ein.
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