Gemeinderat Etzenricht einstimmig für Edeka-Neubau auf Festplatz
Weg frei für Einkaufsmarkt

Die Rodung der Fläche für den Neubau eines Lebensmittel- und Getränkemarkts mit Backshop ist nach zwei Wochen abgeschlossen. Kurzfristig werden die noch vorhandenen Wurzelstöcke auf dem rund 22 000 Quadratmeter großen Areal gezogen, im Februar oder März wird das Geländeniveau aufgefüllt und auf das Niveau der Wildenauer Straße (Bildmitte) gebracht. Der Hochbau beginnt im April, die Eröffnung hat Betreiber Edeka für November im Terminkalender notiert. Der Blick aus Richtung Staatsstraße 2238 auf die Siedlun
Politik
Etzenricht
21.12.2015
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Die Bebauung des Festplatzes mit einem Einkaufsmarkt ist in trockenen Tüchern. Mit 13:0 genehmigte der Gemeinderat den Bauantrag der Edeka Nordbayern Bau und Objektgesellschaft aus Rottendorf für die Errichtung eines Lebensmittelmarkts mit Getränkemarkt und Backshop an der Wildenauer Straße. Der Bauherr muss noch die Pläne für die Abwasser- und Niederschlagwasserentsorgung und die Versorgung mit Löschwasser nachreichen.

Details vorgestellt


Architekt Alexander Robl informierte über die Details des Baus und sprach von einer "großzügigen, offenen Gestaltung des Edeka-Konzepts". Der Lastwagen-Parkplatz im rückwärtigen Bereich des Gebäudes entfällt zumindest im ersten Schritt, sagte Katrin Sahner, Projektentwicklerin und verantwortliche Akquisiteurin im Expansions-Segment von Edeka. Die Fläche hätte mit einer aufwendigen Entwässerung wegen möglicher Verunreinigungen ausgestattet werden müssen. Ganz vom Tisch ist das Thema nicht, bei einem passenden Bebauungsumfeld im Mischgebiet könnte die Maßnahme nachgezogen werden.

Sahner und Robl präsentierten die Endversion der Fassade in blau mit dem großflächigen Logo. Ein austragendes Vordach und Säulenelemente aus Holz schaffen eine markante Front. Als Vertreter der VG-Bautechnik hatte Michael Klein den Räten die technischen Details vorab noch einmal deutlich gemacht.

Nach Rückfrage aus dem Gremium legte sich die Edeka-Sprecherin auf folgende voraussichtliche Termine fest: Die Geländeauffüllung kommt im Februar und März, der Baubeginn für den Hochbau startet Mitte April und im November wird die Eröffnung gefeiert. "Wir werden unsere Hausaufgaben für die Infrastruktur zeitgleich durchführen, die Auftragsvergabe läuft an und das Ingenieurbüro Zwick hat bestätigt, dass wir rechtzeitig fertig werden", sieht sich der Bürgermeister auf der sicheren Seite.

Die Fläche ist inzwischen gerodet, Schregelmann wurde autorisiert, den Auftrag für das Entfernen der Wurzelstöcke auf den über 20 000 Quadratmetern an den günstigsten Bieter zu vergeben. Die Kosten übernehmen proportional nach Flächenanteilen Gemeinde und Edeka. Ulrich Danzer (UPW) wies auf eine Kurzparkzone für Lastwagen hin, worauf Alexander Robl vorschlug, geeignete Stellplätze der über 100 Kundenparkplätze darauf vorzubereiten. "Wir sind mit drei Anbieten in Verhandlung", bekam Hans Beutner (UPW) die Rückfrage nach dem Betreiber des Backshops quittiert. Im Mittelpunkt der Stellungnahmen der Fraktionssprecher zum zurückliegenden Jahr stand natürlich auch das Projekt. Lob der drei Vorsitzenden für sein mit Hartnäckigkeit und in zielführender Weise betriebenes Engagement ernete Bürgermeister Martin Schregelmann.

Positives Bild


"Wir haben Weitblick bewiesen, die Zusammenarbeit im Rat hat Auswirkungen für Jahrzehnte und hat zudem ein positives Bild nach außen getragen", meinte CSU-Sprecher Reinhard Kleber. Hans Beutner (UPW) brachte es so auf den Punkt: "Wir haben damit den Fuß in der Tür und sind gestärkt, folgende Projekte anzupacken." Losgelöst von jeglicher Parteipolitik sah Rudolf Teichmann, (SPD), die Umsetzung: "Nicht einmal im Wahlkampf haben sich die drei bewerbenden Parteien dieses Themas für sich bedient, auf die Gemeinsamkeit gesetzt."
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