Nach Abriss des „Alten Forsthauses“ lag zentrales Grundstück brach
Gemeinde kauft „Schandfleck“ auf

Der Gemeinderat hat freie Hand, wenn es um das im Volksmund nach einem Vorbesitzer als "Schwarz-Anwesen" oder als "Altes Forsthaus" bezeichnete Grundstück in der Weidner Straße geht. Mit dem Kauf des Terrains verbunden ist die Entfernung des Bauschutts und der Abriss der maroden Nebengebäude durch den Bauhof. Bild: war
Politik
Etzenricht
22.12.2015
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Neben dem richtungsweisenden Bauantrag für den Edeka-Markt unternahm der Gemeinderat einen weiteren markanten Schritt. Er segnet in nichtöffentlicher Sitzung den Kauf des zentral gelegenen Grundstückes an der Josef-Gebhardt Straße ab.

Dort stand das "Alte Forsthaus", das Jahrzehnte im Eigentum der Familie Schwarz war und vor wenigen Jahren an einen Privatmann verkauft wurde. Dieser brachte im dem Haus Gastarbeiter unter, bis es durch Risse in der Fassade unbewohnbar wurde. Es folgte der Abriss, seither "zieren" Abbruchreste, Grundmauern und Nebengebäude die Dorfmitte.

Bürger Karlheinz Müller hatte im November in der Bürgerversammlung von einem "Schandfleck" gesprochen. Das Problem ist jetzt behoben. "Der Eigentümer hat mir ein adäquates Angebot unterbreitet, und wir nehmen es gerne an", berichtete Bürgermeister Martin Schregelmann nach der geheimen Beratung. Frühere Verhandlungen waren an den Preisvorstellungen des Anbieters gescheitert, nun stimmten Angebot und Nachfrage offenbar überein. Die Entsorgung der unschönen Reste wird sukzessive vom Bauhof erledigt, so dass die Kosten dafür niedrig bleiben. Über eine weitere Verwendung des etwa 600 Quadratmeter großen Terrains wird in den nächsten Sitzungen und je nach Bedarf entschieden. "Wir sind nach allen Seiten offen", sagte Schregelmann.
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