Fußball
Eigentor besiegelt Etzenrichter Niederlage

Andreas Schimmerer auf dem Weg zum 1:0 für den SV Etzenricht, nachdem er Gästekeeper Andreas Lengsfeld umspielt hatte. Der SVE-Angreifer erzielte auch noch den zweiten Treffer, dennoch reichte es nicht zum Heimsieg gegen den ASV Cham. Die Bayerwald-Elf entführte mit einem Tor in der Nachspielzeit sogar die drei Punkte. Bild war
Sport
Etzenricht
21.07.2016
96
0

Hitzige Partie in Etzenricht. Der SVE kassiert in der Nachspielzeit das 2:3 gegen den ASV Cham per Eigentor. Der Schiedsrichter pfeift Abseits, zieht seine Entscheidung aber dann zurück.

Fast 30 Grad Celsius herrschten bei Spielbeginn, am Ende wurde es nach einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung in der Nachspielzeit noch hitziger auf der Siegfried-Merkel-Sportanlage. Die Szene: Der Referee hatte auf Abseits und Abstoß entschieden, sein Assistent zuvor die Fahne gehoben. Nach Protest des ASV revidierte Schiedsrichter Thomas Ehrnsperger seinen Entschluss und gab den Treffer. Ein kniffliges Fallbeispiel für Regelkundige, denn als Argument gegenüber dem Etzenrichter Trainer wurde die Tatsache genannt, dass Andreas Koppmann als Eigentorschütze die Abseitsstellung aufhob.

Fußball wurde auch gespielt, und das angesichts der Temperaturen mit einem sehr hohen Tempo, ohne Schnörkel und Abtasten. "Meine Mannschaft hat 25 Minuten die Vorgaben hervorragend eingehalten. Wir wussten, dass wir mit aggressivem Pressen dem ASV Probleme bereiten", kommentierte Michael Rösch. Der SVE war in dieser Zeit präsenter, mutiger und kam verdient zum 1:0. Andreas Schimmerer tankte sich nach einer Balleroberung im ASV-Strafraum durch, umkurvte Andreas Lengsfeld im Chamer Tor, bevor er mit einem Schlenzer vollendete. Auch zuvor war nur die Heimelf torgefährlich, André Klahn feuerte aus 18 Metern knapp vorbei und Johannes Pötzl (19.) wurde auf Höhe des Pfostens abgedrängt.

Beim Ausgleich gelang es Michael Heisig in Ballbesitz nicht, einen Befreiungsschlag zu landen. Es bedurfte aufgrund des Chamer Nachsetzens eines Fouls und Chams Neuzugang Michael Plänitz verwandelte den fälligen Elfer sicher. Die Mißlinger-Truppe hatte vor diesem Treffer keine nennenswerte Torgelegenheit, einmal musste Heisig (40.) noch beherzt eingreifen. Beim ASV war der zweite Wechsel so nicht geplant: Stammkeeper Andreas Lengsfeld musste wegen einer Verletzung für den jungen Tobias Vogl Platz machen.

Erneut Schimmerer


Wieder legte der SVE nach dem Wechsel vor, Schimmerer brachte seine Farben rasch nach der Pause mit Vollspann aus 8 Metern in Front. Sein drittes Saisontor ging auf eine tolle Vorarbeit von Klahn zurück. Unmittelbar nach dem ersten Etzenrichter Wechsel zappelte der Ball wieder im Netz. Eine gute Abwehr-Koordination sieht anders aus, denn ein ASV-Freistoß der eher harmlosen Sorte landete vor dem Schussbein von Johannes Bierlmeier, und dieser ließ sich nicht zweimal bitten. Zuvor hatte allerdings Stephan Herrmann (59.) die mögliche Vorentscheidung auf dem Fuß, Vogl zeigte sich mit einem Reflex als adäquater Ersatz.

Die letzten 20 Minuten gehörten von den Spielanteilen her klar den Gästen. Sie hatten mehr Reserven für diese Zeit gebunkert, denn außer einem strammen Schuss von Klahn aus der zweiten Reihe kam nichts mehr in der Offensive vom SVE. Für Torchancen aus dem Spiel reichte aber auch die Chamer Feldüberlegenheit nicht. Zudem spielte Etzenricht in den letzten 10 Minuten in Unterzahl, nachdem Klaus Herrmann mit Gelb-Rot vom Platz musste.

Am Ende standen eine bittere Niederlage für den Sportverein und jede Menge Eigenleistung bei den Gegentoren. Und das nach einer im Grunde soliden Leistung gegen einen hoch einzuschätzenden ASV Cham, der konditionell nach der Pause Vorteile hatte.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.